Die grausamste Oper des Sommers: Hier können Sie Salzburg-Inszenierung von "Carmen" auf dem Fernseher sehen
"Die Liebe ist ein wilder Vogel, den niemand zähmen kann": Mit der berühmten Habanera schlägt die freiheitsliebende Tabakfabrik-Arbeiterin Carmen aus Sevilla bereits im ersten Akt das Thema von Georges Bizets berühmter Oper an. ARTE überträgt eine Aufführung der viel gespielten Oper, auf die kaum ein großes Opernhaus von München oder Hamburg bis New York verzichtet, live aus dem Großen Festspielhaus in Salzburg. Die Titelpartie wird von Asmik Grigorian gesungen, die Liebhaber sind Jonathan Tetelman als Offizier Don José und Davide Luciano als Stierkämpfer Escamillo.
Doch die zündenden Melodien sind es nicht allein, die den Salzburger Intendanten Markus Hinterhäuser bewogen, "Carmen" auf den diesjährigen Spielplan zu setzen. Es geht um die Selbstbestimmung einer Frau gegenüber besitzergreifenden Männern, um nicht weniger als die Herausforderung einer bürgerlichen Gesellschaft durch eine ihrer Freiheit verpflichteten "Zigeunerin". Am Ende wird Carmen ermordet, sie stirbt in den Armen Don Josés - ein blutiger Femizid aus Eifersucht.
Als "dunkelste und grausamste Oper des kommenden Sommers" bezeichnete Hinterhäuser die Neuproduktion unter der Regie von Gabriela Carrizo, die in Salzbiurg 2007 bereits einen Young Director's Award mit ihrem Tanztheater gewann. Das von ihm begründete Utopia-Festivalorchester wird ebenso wie der Chor von Teodor Currentzis geleitet.
Carmen - Live von den Salzburger Festspielen - Sa. 08.08. - ARTE: 21.45 Uhr
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