Der Stand der Dinge beim Gasteig
Am vergangenen Donnerstag endete die Teilnahmefrist für das Ausschreibungsverfahren, mit dem die Münchner Raumentwicklungsgesellschaft (MRG) einen Totalunternehmer zur Generalsanierung des Gasteig in Haidhausen sucht. Das Ergebnis sei vielversprechend, heißt es in einer Pressemitteilung dieses Tochterunternehmens der Landeshauptstadt. Über die elektronische Vergabeplattform hätten mehrere potenzielle Baupartner ihr Interesse bekundet.
Das „Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb“ soll sicherstellen, dass dem Stadtrat am Ende ein belastbares Angebot sowie eine Zuschlagsempfehlung zur Entscheidung vorgelegt werden kann. Im Übrigen sei die Finanzierung für die erste Phase des Projektes gesichert, heißt es weiter.
Bis Mitte Januar werde geprüft, welche Interessenten die definierten Mindestanforderungen erfüllen, um ein Projekt dieser Größenordnung zu bewältigen. Im Frühsommer 2026 sollen erste konkrete Angebote vorliegen. Bis November soll dem Stadtrat eine Beschlussvorlage vorgelegt werden.
In einem Jahr muss der Gasteig geräumt sein
Bei planmäßigem Verlauf könnte laut MRG die „Bezuschlagung“ dann im Februar 2027 erfolgen. „Mit der Bestimmung des Baupartners wird ein solides Fundament für die konkrete Umsetzung der Generalsanierung gelegt. Dies ist zugleich der Startschuss für die sogenannte Pre-Construction-Phase, die der Baugenehmigung und der eigentlichen Bauphase vorausgeht“, so die Mitteilung.

Ebenfalls im Februar 2027 soll die Vergabe der Schadstoffsanierung der vor 40 Jahren fertiggestellten Gebäude an einen Generalunternehmer vorgenommen und die entsprechenden Arbeiten anschließend begonnen werden. Zuvor muss das Gebäude durch die Gasteig München GmbH „in einen medienfreien Zustand gebracht“ und komplett leer an die MRG übergeben werden.

Das heißt: Wenn dieser Zeitplan eingehalten wird und der neu gewählte Stadtrat die Generalsanierung beschließt, endet die gegenwärtige Zwischennutzung durch die Fat Cat allerspätestens Ende des nächsten Jahres. Mit einer Wiedereröffnung des neu gestalteten Kulturzentrums und einem Ende des Interims Gasteig HP 8 an der Hans-Preißinger-Straße ist Mitte der 2030er Jahre zu rechnen. Dann sollen auf einem Teil dieses Areals Wohnungen entstehen.
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