43. Sternefest der AZ - eine große, lustige und lässige Gala

Die Abendzeitung feiert mit 200 Gästen aus Münchens Kulturszene im Lustspielhaus die Sterne des Jahres. Die Stars der Gala, die Bilder, alle Preisträger im Überblick.
| az
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Oberbürgermeister Dieter Reiter (li.) mit Dr. Martin Balle, Herausgeber der Abendzeitung, dessen Lebensgefährtin Karin Vuskovic und Petra Reiter.
Wackerbauer 21 Oberbürgermeister Dieter Reiter (li.) mit Dr. Martin Balle, Herausgeber der Abendzeitung, dessen Lebensgefährtin Karin Vuskovic und Petra Reiter.
Sebastian Rüger, Caroline Ebner, Norbert Bürger, Frank Smilgies, das geehrte Kabarettensemble der Lach & Schieß.
Bernd Wackerbauer 21 Sebastian Rüger, Caroline Ebner, Norbert Bürger, Frank Smilgies, das geehrte Kabarettensemble der Lach & Schieß.
Friedrich von Thun mit seinem Münchner Schauspielkollegen August Zirner.
Bernd Wackerbauer 21 Friedrich von Thun mit seinem Münchner Schauspielkollegen August Zirner.
AZ-Stern Oksana Lyniv mit Alexander Liebreich, dem Chefdirigenten des Münchener Kammerorchesters.
Bernd Wackerbauer 21 AZ-Stern Oksana Lyniv mit Alexander Liebreich, dem Chefdirigenten des Münchener Kammerorchesters.
Fast 200 Gäste feierten am Freitagabend beim AZ-Sternefest im Münchner Lustspielhaus.
Daniel von Loeper 21 Fast 200 Gäste feierten am Freitagabend beim AZ-Sternefest im Münchner Lustspielhaus.
Bürgermeister Josef Schmid mit seiner Frau Natalie (li.), sowie Constantin und Mary-Ann Wahl.
Daniel von Loeper 21 Bürgermeister Josef Schmid mit seiner Frau Natalie (li.), sowie Constantin und Mary-Ann Wahl.
Regisseur Lars Kraume erhielt den Stern für sein Kinodrama „Der Staat gegen Fritz Bauer“.
Daniel von Loeper 21 Regisseur Lars Kraume erhielt den Stern für sein Kinodrama „Der Staat gegen Fritz Bauer“.
Franz Pätzold mit zwei Sternen: seinem eigenen und dem seiner Kollegin Valery Tscheplanova.
Daniel von Loeper 21 Franz Pätzold mit zwei Sternen: seinem eigenen und dem seiner Kollegin Valery Tscheplanova.
Jutta Speidel und Elmar Wepper verfolgten die Gala der kulturellen Höhepunkte des Jahres.
Bernd Wackerbauer 21 Jutta Speidel und Elmar Wepper verfolgten die Gala der kulturellen Höhepunkte des Jahres.
AZ-Geschäftsführer Joachim Melzer und Dietrich und Annabel von Boetticher.
Daniel von Loeper 21 AZ-Geschäftsführer Joachim Melzer und Dietrich und Annabel von Boetticher.
Autor Hans Pleschinki (li.), Fotograf Isolde Ohlbaum und Schriftsteller Tilman Spengler.
Wackerbauer 21 Autor Hans Pleschinki (li.), Fotograf Isolde Ohlbaum und Schriftsteller Tilman Spengler.
Kollegentreffen beim Sternefest: Michaela May und Elmar Wepper.
Daniel von Loeper 21 Kollegentreffen beim Sternefest: Michaela May und Elmar Wepper.
Schauspielerin Saskia Vester mit ihrem Ehemann, TV-Produzent Robbie Flörke.
Bernd Wackerbauer 21 Schauspielerin Saskia Vester mit ihrem Ehemann, TV-Produzent Robbie Flörke.
Regisseur Michael Sturminger, Sängerin Jennifer O’Loughlin und Intendant Josef Köpplinger mit dem Stern für „La sonnambula“.
Daniel von Loeper 21 Regisseur Michael Sturminger, Sängerin Jennifer O’Loughlin und Intendant Josef Köpplinger mit dem Stern für „La sonnambula“.
Für sein gesellschaftspolitisches Engagement bekam Till Hofmann den Ehrenstern, Konstantin Wecker überreichte ihn.
Daniel von Loeper 21 Für sein gesellschaftspolitisches Engagement bekam Till Hofmann den Ehrenstern, Konstantin Wecker überreichte ihn.
Produzent Tom Spies (li.), Regisseur Sönke Wortmann und Produzent Oliver Berben sind die Männer hinter dem Erfolg der Kinokomödie „Frau Müller muss weg“.
Daniel von Loeper 21 Produzent Tom Spies (li.), Regisseur Sönke Wortmann und Produzent Oliver Berben sind die Männer hinter dem Erfolg der Kinokomödie „Frau Müller muss weg“.
Regisseur und Volkstheater-Intendant Christian Stückl (Mitte) erhielt den Stern für seine Inszenierung von „Nathan der Weise“ mit Hauptdarsteller August Zirner (re.) und Stefan Hageneier (Bühnenbild)
Bernd Wackerbauer 21 Regisseur und Volkstheater-Intendant Christian Stückl (Mitte) erhielt den Stern für seine Inszenierung von „Nathan der Weise“ mit Hauptdarsteller August Zirner (re.) und Stefan Hageneier (Bühnenbild)
Seit über zwei Jahren belebt Daniel J. Schreiber als Direktor das Museum Buchhein.
Daniel von Loeper 21 Seit über zwei Jahren belebt Daniel J. Schreiber als Direktor das Museum Buchhein.
Konstantin Wecker spielte am Klavier.
Daniel von Loeper 21 Konstantin Wecker spielte am Klavier.
Frederik Köster (AZ-Stern des Jahres in der Kategorie Jazz)
Bernd Wackerbauer 21 Frederik Köster (AZ-Stern des Jahres in der Kategorie Jazz)
Pia Riegel (links) die Gewinnerin des AZ-Wettbewerbs „Die schöne Münchnerin“ bekam Gänsehaut beim Auftritt von Sternepreisträgerin Ella Josaline und ließ sich deren Debüt-Album signieren.
Daniel von Loeper 21 Pia Riegel (links) die Gewinnerin des AZ-Wettbewerbs „Die schöne Münchnerin“ bekam Gänsehaut beim Auftritt von Sternepreisträgerin Ella Josaline und ließ sich deren Debüt-Album signieren.

München - "Erst starb Lemmy Kilmister. Dann war auch noch der Zigarrettenanzünder in meinem Auto kaputt“, sagte Franz Pätzold. „Aber die Nachricht vom AZ-Stern rettete mir den Tag.“ Die Kulturredaktion ehrte ihn für seine Auftritte in Frank Castorfs Brecht-Inszenierung „Baal“, Heiner Müllers „Philoktet“ und Oliver Frlji('c)s „Balkan macht frei“, bei der ihn Zuschauer vor dem Waterboarding retten wollten. Pätzold nahm den Preis auch stellvertretend für seine Kollegin Valery Tscheplanova entgegen. Sie trat am Abend des Sterne-Fests in Paris auf. „Wenn ich strauchle, fühle ich mich in München aufgehoben“, ließ sie ausrichten.

Christian Stückl nahm seinen Stern für „Nathan der Weise“ mit August Zirner (Nathan), Pascal Fligg (Saladin) und Stefan Hageneier (Ausstattung) im Volkstheater entgegen. Er gestand, Lessings Klassiker früher nicht gemocht zu haben. Aber als er bei seinem jährlichen Indien-Aufenthalt den intoleranten Kampf der Religionen erlebte, lud er sich das Drama aus dem Internet herunter und entschied sich für eine folgenreiche Inszenierung, die schon 30.000 Münchner verfolgten.

Die Schriftstellerin Angela Steidele überlegte scherzhaft, ob sie sich für die Preisverleihung ein neues Kleid oder einen neuen Busen kaufen sollte. Sie entschied sich, als Autorin zu gehen – in Schwarz – und mit einem Rosenstengel als Verzierung: So heißt auch ihr ausgezeichnetes, im Verlag Matthes & Seitz erschienenes „Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II.“

Der österreichische Regisseur Michael Sturminger war eigentlich fest entschlossen, nie eine Belcanto-Oper zu inszenieren: „Endlose Koloraturen, keine Handlung“. Bis ihn Josef E. Köpplinger überzeugte. Sturminger nahm den Preis stellvertretend für alle Mitwirkenden der Gärtnerplatz-Produktion von Bellinis „La Sonnambula“ im Prinzregententheater entgegen.

Der Ehren-Stern ging heuer an den „Lustspielhaus“-Hausherrn und Kleinkunst-Tausendsassa Till Hofmann: als Überraschung für sein Engagement gegen Rechts, gegen Pegida und für eine Willkommenskultur. Liedermacher Konstantin Wecker gratulierte ihm mit zwei Songs.

Peter Probst, Drehbuchautor von „Luis Trenker – Der schmale Grad der Wahrheit “ freute sich im Nachhinein, dass sein Film nur in Südtirol und West-Österreich in die Kinos kam, nicht aber in Deutschland: Denn gegen Lars Kraumes „Der Staat gegen Fritz Bauer“, der den Preis für den besten Film des Jahres entgegennahm, hätte er keine Chance gehabt, glaubt Probst.

Für Lars Kraume hingegen war die Ehrung eine Familientradition: Sein Schwiegervater Uwe Kissler bekam die Ehrung 1994 für den Kunstbau am Königsplatz.

Der Regisseur Sönke Wortmann („Frau Müller muss weg“) mag die AZ seit seiner Zeit als Münchner Filmstudent und Taxifahrer. Daniel Schreiber vom „Museum der Phantasie“ in Bernried fragte sich, was der Grantler und Gründer Lothar-Günther Buchheim zu einem AZ-Stern gesagt hätte: „Solche Preise sind albern. Außer der Richtige bekommt ihn“.

 


Die AZ-Sterne 2015: Das sind die Preisträger


Franz Pätzold (Schauspieler des Jahres, Residenztheater)
Valery Tscheplanowa (Schauspielerin des Jahres, Residenztheater)
Christian Stückl (für seine Inszenierung von „Nathan der Weise“ am Volkstheater)
Ella Joseline (Pop-Newcomerin des Jahres)
Michael Sturminger (stellvertretend für alle Mitwirkenden der Gärtnerplatz-Produktion von Bellinis „La sonnambula“ im Prinzregententheater)
Oksana Lyniv (Dirigentin des Jahres, Bayerische Staatsoper)
Daniel J. Schreiber (für seine Arbeit am Buchheim-Museum)
Angela Steidele (für ihren Roman „Rosenstengel“)
Frederik Köster (Jazz)
Lars Kraume (für sein Kino-Drama „Der Staat gegen Fritz Bauer“)
Brigitte Hobmeier, Tobias Morett, Peter Probst und Wolfgang Murnberger (für den TV-Film „Luis Trenker - der schmale Grat der Wahrheit)
Sönke Wortmann (Regie), Tom Spieß, Oliver Berben (Produktion) für die Kinokomödie „Frau Müller muss weg“
Till Hofmann (Ehrenstern für sein gesellschaftspolitisches Engagement)

 

 

 

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren