Stammstrecke wieder freigegeben Chaos am Morgen: Handtasche war Grund für Polizeieinsatz

, aktualisiert am 11.10.2018 - 10:31 Uhr
Das Päckchen im Gleis am Hauptbahnhof (roter Kreis). Im kleinen Bild: Ein Polizist sucht mit dem Spürhund das Areal ab. Foto: Bundespolizei

Wegen eines Polizeieinsatzes am Hauptbahnhof war die S-Bahn-Stammstrecke am Donnerstagmorgen für etwa eine halbe Stunde gesperrt. Mittlerweile ist die Strecke wieder frei, auch der Grund für den Einsatz ist mittlerweile bekannt.

München - Eine Damenhandtasche hat am Donnerstagmorgen für Chaos im morgendlichen Berufsverkehr gesorgt. Wie eine Sprecherin der Bundespolizei auf AZ-Nachfrage erklärte, befand sich die Tasche in einem verschnürten Paket, das im Gleisbereich am S-Bahnhof "Hauptbahnhof" lag. Bei dem Päckchen handelte es sich ursprünglich wohl um ein Geschenk.

Gegen 6.40 Uhr meldete ein Passant der Bundespolizei den verdächtigen Gegenstand – eine Streife fand das Paket in der Rettungsnische von Gleis 1 (stadteinwärts). Daraufhin räumten Beamte die Bahnsteige. Die  Bahn löste einen "Störfall" aus – in diesem Fall wird die Stammstrecke zwischen der Hackerbrücke und dem Ostbahnhof komplett gesperrt. Die Züge werden aus Sicherheitsgründen dann am momentan Aufenthaltsort zurückgehalten, einige S-Bahn-Fahrgäste saßen während der Störung also im Tunnel fest.

Ein Polizeihund wurde an das Päckchen herangeführt – kurze Zeit später konnten die Sprengstoffexperten dann Entwarnung geben. Der Sprecherin zufolge war die Stammstrecke seit 7.30 Uhr wieder freigegeben. Allerdings zogen sich die Einschränkungen erheblich länger. 

Wem das Päckchen gehört, ist bislang nicht klar. Die Polizei übergab die Tasche dem DB-Fundbüro am Hauptbahnhof.

Am Ostbahnhof mussten unzählige Passagiere die S-Bahnen verlassen. Die U-Bahnen in Richtung Innenstadt waren völlig überfüllt. Zwischenzeitlich stauten sich die Menschenmassen sogar an den Zugängen zu den Rolltreppen Richtung Bahnsteig. Taxis waren nicht mehr zu bekommen.

Gegen 10.15 Uhr vermeldete die DB, dass alle Linien wieder auf dem Regelweg verkehren. Trotzdem müssen sich Fahrgäste weiterhin auf Verspätungen von bis zu 15 Minuten einstellen.

Beeinträchtigungen bei der U-Bahn

Wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mitteilte, kam es auch auf den U-Bahnlinien U3, U4, U5 und U6 zu Beeinträchtigungen. Grund dafür war vor allem das erhöhte Fahrgastaufkommen, das durch die Stammstreckensperrung entstand. Fahrgäste mussten sich auf Verspätungen einstellen. Laut MVG sollten die Beeinträchtigungen bis etwa 10 Uhr andauern.


 

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