Familientradition pur Zwetschgendatschi: Mit diesem Rezept schmeckt's wie bei Oma

Es ist Zwetschgendatschi-Zeit: Mit Christine Penkers Rezept klappt das Backen im Handumdrehen. Foto: imago images / CHROMORANGE

Kommt der Zwetschgendatschi auf den Tisch, muss man schnell sein, um was abzubekommen. Doch warum ist das folgende Rezept so beliebt? Eine Landfrau verrät's.

 

Landshut - Sie haben Hochsaison – Zwetschgen oder Pflaumen. Gerade in diesen Monaten ist der Zwetschgenbaum, der zu den Rosengewächsen zählt, gut bestückt mit den beliebten Steinfrüchten. Das Sommerobst eignet sich wegen seines saftigen und leicht vom Kern lösbaren Fruchtfleischs ideal als Kuchenbelag.

Besonders oft finden die Früchte ihren Weg in eine ursprünglich aus Augsburg stammende Spezialität – und werden zu Zwetschgendatschi verarbeitet. Wenn Christine Penker aus Gessendorf ihren beliebten Zwetschgendatschi backt, bleibt oft nicht lange etwas davon übrig.

Im Folgenden finden Sie das Rezept inklusive Backanleitung. AZ wünscht viel Spaß!

"Die Zubereitung ist idiotensicher", sagt Christine Penker. Das Rezept für den Zwetschgendatschi hat die Landfrau von ihrer Oma bekommen.

Zwetschgendatschi-Rezept: Gut und schnell gemacht

Christine Penkers Zwetschgendatschi erfordert wenig Aufwand und lässt sich leicht nachbacken.

Backzeit: 30 Minuten
Menge: 1 Blech

Für den Mürbteig benötigt man:
500 Gramm Mehl
200 Gramm Butter
200 Gramm Zucker
Vanillin/eine Vanilleschote
eine Prise Salz
drei Eier
ein Päckchen Backpulver

Für die Streusel braucht man:
240 Gramm Mehl
120 Gramm zerlassene Butter
20 Gramm Zucker Vanillin/ eine Vanilleschote

Alles wird zu einem Teig geknetet. Den Belag bilden eineinhalb Kilogramm entkernte Zwetschgen.
Die Streusel werden gleichmäßig auf dem Kuchen verteilt. Gebacken wird der Zwetschgendatschi bei 200 Grad Ober-und Unterhitze für etwa eine halbe Stunde. 

Zwetschgendatschi nach Familienrezept

"Wir sind zu sechst in unserem Haus – da ist der Kuchen meist gleich weg", sagt die Landwirtsfrau. Zwar eigne sich der "Datschi" gut zum Einfrieren, soweit komme es aber bei den Penkers fast nie. Das Rezept für ihren "Datschi" stammt noch von Penkers Großmutter. Diese gab es an ihre Tochter weiter, wodurch schließlich auch die Enkelin irgendwann den "Datschi" mit Familientradition zu backen begann.

Zwetschgendatschi: So wird er zur Kalorienbombe

"Wir haben unseren Zwetschgendatschi schon immer nach diesem Rezept gemacht" sagt die Landfrau. Zwar habe sie dabei schon mehrere Varianten ausprobiert – mit Hefeteig, ohne Streusel, mit Tortenguss oder Sahne – am besten schmecke ihrer Familie aber die Variation mit Mürbteig und Streuseln. "Das ist die süßere Variante des Zwetschgendatschi. Eine echte Kalorienbombe." 

Die andere Variante: Mit Hefeteig wird der "Datschi" weniger süß, dann verzichtet sie meistens auch auf die zuckrigen Streusel. "Das beißt sich sonst geschmacklich." 

Und wie wird er gemacht? Der Datschi? "Für den Mürbteig mische ich alle Zutaten zusammen und verknete sie", sagt Christine Penker. "Ich beginne dabei mit dem Mehl. Dann folgen die restlichen Zutaten." 

Zwetschgendatschi mit Mürbteig: So geht's richtig

Der so entstehende Mürbteig eigne sich aber nicht nur ideal für Zwetschgendatschi. Auch ein Belag mit Äpfeln oder Johannisbeeren sei möglich, wie Penker erzählt. Zwetschgen seien ihr persönlich aber lieber als Obst mit Schale: "Waschen, entkernen und ab auf den Kuchen."

Den fertigen Mürbteig – den "letzten Schliff" bekommt er durch Kneten mit der Hand – sollte man im Idealfall eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, vor allem im Sommer. "Das hängt mit der Butter zusammen. Im Kühlschrank wird die Butter im Teig fest. Das ist im Sommer wichtig, sonst wird der Teig zu flüssig."

Ist die Kühlpause vorbei, wird der Teig auf die mit Mehl bestreute Arbeitsfläche gelegt und mit dem Teigroller ausgerollt. "Ich backe den Zwetschgendatschi immer in einer Fettform", sagt Penker. Da die Zwetschgen beim Backen viel Saft verlieren, ist es besser, eine hohe Form zu nehmen, bevor der auslaufende Saft den Backofen verschmutzt.

Zwetschgendatschi: Auch Tortenguss funktioniert

Nachdem man den Teig in der eingefetteten Form ausgelegt hat, kann man damit beginnen, die Zwetschgen zu entkernen. "Die Zwetschgen werden dann aufgefaltet und mit der Fruchtfleisch-Seite nach oben auf dem Teig verteilt."

Bleibt noch die Streusel-Frage zu klären. "Viele Leute mögen den Kuchen ohne Streusel lieber", sagt Penker. "Natürlich kann man sie auch weglassen oder mit einem Rest Mürbteig ein Gitter legen. Auch Tortenguss funktioniert gut."

Ihr persönlicher Favorit für die Mürbteig-Variante bleibt aber der zuckrige Butterstreuselbelag. "Geschmacklich passt die Süße der Streusel sehr gut. Außerdem saugen sie den Zwetschgensaft auf und alles wird schön knusprig", erklärt die Landfrau.

Zwetschgendatschi mit Streuseln

Für die Herstellung der Butterstreusel verwendet Christine Penker kein Vanillin, sondern echten Vanillezucker. Dafür legt sie einfach eine Vanilleschote in ein Glas mit Zucker. "Das schmeckt um einiges intensiver."

Die Zutaten für die Butterstreusel werden miteinander vermischt, zu einem Teig geknetet und anschließend gleichmäßig auf dem Zwetschgenbelag verteilt. Dann kommt der Zwetschgendatschi für eine halbe Stunde in den Backofen. Penker hat sogar noch einen Verzehr-Tipp auf Lager: "Am besten schmeckt der Kuchen, wenn er noch ein bisschen warm vom Backen ist."

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