Zweitliga-Konkurrent Hannover 96-Boss Kind hat Mitleid mit 1860-Investor Ismaik

Martin Kind, Präsident von Hannover 96, will beim Thema 50+1-Regel keine Ruhe geben und weiter für Veränderungen kämpfen. "Bei 1860 tut mir der Investor leid", sagt er über Hasan Ismaik (links). Foto: sampics, GES/ Augenklick

Martin Kind springt Hasan Ismaik zur Seite. Der Präsident von Zweitliga-Konkurrent Hannover 96 ist sicher, dass der Investor das deutsche Recht nicht verstanden habe: "Er verbrennt jetzt jede Menge Geld."

 

Hannover/München - Martin Kind, Präsident von Hannover 96, hat Mitleid mit Investor Hasan Ismaik von Zweitliga-Konkurrent TSV 1860 geäußert.

"Bei 1860 tut mir der Investor leid. Er hat das deutsche Recht nicht verstanden und verbrennt jetzt jede Menge Geld, das er nie wiedersieht", sagte Kind beim "Spobis" im Congress Center Düsseldorf. Dort trifft sich die Sportbusiness-Branche zu einem zweitägigen Kongress, der aktuelle Themen der Sportwirtschaftsbranche behandelt.

Kind setzt sich seit Jahren vehement und zugleich erfolglos für die Abschaffung der sogenannten 50+1-Regel ein. Der 96-Boss glaubt, dass der Jordanier Ismaik seinerzeit unter falschen Voraussetzungen sein Engagement bei den Löwen angetreten hat.

Kind hat in Ismaik, dem Hauptgesellschafter bei den Sechzgern, einen Mitstreiter. Der Jordanier befürwortet ebenfalls die Abschaffung der 50+1-Regel, da er noch mehr Anteile an den Sechzigern erwerben möchte.

Aufgrund der aktuellen Regelung dürfen derzeit Investoren oder Konsortien keine Stimmenmehrheit bei Klubs der Deutschen Fußball Liga (DFL) übernehmen. Seit seinem Einstieg bei den Löwen 2011 soll Ismaik rund 60 Millionen Euro in das Profiteam investiert haben. Der angestrebte Aufstieg in die Bundesliga ist bislang dennoch nicht gelungen.

 

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