Zweiter Jahrestag der Tat Schießerei in Unterföhring: Polizei mit emotionalem Post an Kollegin Jessica L.

, aktualisiert am 13.06.2019 - 14:49 Uhr
Der S-Bahnhof in Unterföhring. Hier wurde Jessica L. getroffen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Vor zwei Jahren wurde eine Polizistin bei einem Einsatz in Unterföhring von einer Kugel in den Kopf getroffen. Am Jahrestag der schrecklichen Tat wendet sich die Münchner Polizei auf Facebook mit einem emotionalen Post an ihre Kollegin.

 

München - Es war eigentlich ein Routine-Einsatz, doch an dessen Ende lag die junge Polizistin Jessica L. mit einer Kugel im Kopf auf dem S-Bahnsteig: Die Schießerei von Unterföhring jährt sich an diesem 13. Juni zum zweiten Mal.

Der Täter ist inzwischen verurteilt, die Polizei hat den Einsatz minutiös aufgearbeitet, um solche Situationen künftig so gut es geht zu verhindern. Jessica L. aber liegt seit der Tat im Wachkoma in ihrer sächsischen Heimat – rund um die Uhr braucht sie Betreuung. Der Polizei zufolge befindet sie sich aktuell noch in einer Pflegeeinrichtung, doch die Familie möchte Jessica nach Hause holen, bauen dafür bereits das Haus entsprechend um. 

Münchner Polizei mit rührenden Worten an Jessica

Ihre Kollegen aus München haben Jessica, mittlerweile 28 Jahre alt, nicht vergessen – im Gegenteil. Zum zweiten Jahrestag postete die Polizei auf Facebook einen emotionalen Text. "Dieser Einsatz mahnt uns, stets aufeinander Acht zu geben und erinnert uns daran, dass es nicht selbstverständlich ist, am Ende des Tages die Dienststelle zu verlassen und gesund zu seinen Liebsten zurück zu kehren. Liebe Jessica, auch wenn du nicht mehr mit uns Streife fahren kannst, eines wirst du immer sein: Eine Kollegin der Münchner Polizei", schreiben die Beamten dort.

Auch sonst hat die Polizei regelmäßigen Kontakt mit der Familie und erkundigt sich oft über den Gesundheitszustand der 28-Jährigen.

Jessicas damaliger Kollege fuhr bereits wenige Monate nach der Tat wieder Streife. Vergessen aber kann auch er die Tat nicht. Die 23 Sekunden von Unterföhring, sie werden die Münchner Polizei weiter beschäftigen.

 

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