Zweieinhalb weitere Stellen Mehr Hygienehelfer: Hat München ein Rattenproblem?

Die Stadt München benötigt immer mehr Zeit für die Rattenbekämpfung. Foto: Arno Burgi/dpa

Immer mehr Ratten besiedeln München. Die Stadt spricht zwar von keinem akuten Problem mit den Krankheitsüberträgern, will jedoch zweieinhalb neue Stellen für die städtische Hygienekontrolle besetzen.

München - Verlässliche Zahlen über sie gibt es nicht, denn sie leben im Dunkeln: Wie viele Ratten es in München gibt, lässt sich nur schätzen - und nicht einmal das verlässlich. Was sich allerdings messen lässt, ist das Arbeitspensum, das für die Rattenbekämpfung anfällt. Und dieses ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München zählte im Jahr 2016 mit 2411 Schädingsbefällen rund 40 Prozent mehr als 2007. Nicht besorgniserregend, wie die Süddeutsche Zeitung Alois Maderspacher, Sprecher des Gesundheitsreferats, zitiert. "Wir haben keine Rattenplage."

Zweieinhalb stellen für die Hygiene

Und doch will die Stadt München handeln: Der Gesundheitsausschuss des Stadtrats soll noch heute zweieinhalb neue Stellen für die städtische Hygienekontrolle genehmigen. Quantitativ und qualitativ würde mehr Personal für die Bekämpfung benötigt. Seit 30 Jahren gibt es bei der Stadt drei Stellen für die Hygienekontrolle.

Zu den Maßnahmen, mit denen die Ratten bekämpft werden sollen, gehören Giftköder, die im Stadtgebiet ausgelegt werden. Sie sind der Grund, weshalb beispielsweise Anfang Juni ein Spielplatz im Glockenbachviertel gesperrt werden musste. Bürger können ebenfalls mithelfen, das Rattenproblem einzudämmen, indem sie zum Beispiel keine Essensreste achtlos wegwerfen.

 

4 Kommentare