Zwei verschiedene Vorfälle Rassismus in München: Dunkelhäutige Frauen beleidigt

Hüseyin Ince ist Redakteur im Lokalressort der Abendzeitung.
, aktualisiert am 30.07.2020 - 15:38 Uhr
Einen Täter konnte die Polizei stellen, ein anderer entfernte sich nach der Beleidigung. (Symbolbild) Foto: imago/Alexander Pohl

Eine dunkelhäutige 19- und 24-Jährige wurden jeweils bei verschiedenen Vorfällen in München rassistisch angegangen.

 

München - Schon wieder ist es in München zu rassistischen Beleidigungen gekommen. Wie die Polizei berichtet, haben sich die beiden Vorfälle jeweils am Mittwoch und Donnerstag letzter Woche ereignet. In beiden Fällen waren Frauen die Opfer.

Schwabing: 50-Jähriger beleidigt Schülerin

Mittwochnacht, gegen 1.30 Uhr, hatte ein 50-jähriger wohnsitzloser Deutscher eine dunkelhäutige 19 Jahre alte Schülerin vor dem U-Bahnabgang an der Münchner Freiheit rassistisch beleidigt. "Es fiel das N-Wort", sagte ein Polizeisprecher. Die junge Frau aus dem Landskreis Starnberg war laut Polizei von der Äußerung "sehr betroffen".

Ein Unbeteiligter rief die Polizei, die den obdachlosen Mann festsetzte. Gegen den 50-Jährigen wurde eine Strafanzeige wegen Beleidigung gestellt. Der gebürtige Münchner ist polizeibekannt. Laut den Beamten ist er schon mehrmals angezeigt worden, wegen ähnlicher rassistischer Ausfälligkeiten sowie wegen Körperverletzung.

Isarvorstadt: Dunkelhäutige Frau beleidigt

Der zweite Vorfall ereignete sich tags darauf an der Bushaltestelle Stephansplatz.

Ein bislang unbekannter Mann beleidigte eine 24-jährige dunkelhäutige US-Amerikanerin, als beide gerade aus dem 62er Bus ausstiegen. Auch hier fiel am Donnerstag laut Polizei das "N-Wort". Nachdem er die Frau beleidigte hatte, ging der Mann einfach weiter, als ob nichts gewesen wäre. Auch die 24-Jährige war laut Polizei von der Aussage des Mannes erheblich gekränkt.

Die Polizei sucht nun nach dem etwa 65-Jährigen, der mit Sandalen, einem Baseball-Cap und einem mintgrünen T-Shirt unterwegs gewesen sei. In beiden Fällen ermittelt das Kommissariat 44.

Bereits am 15. Juli war eine Frau ebenfalls rassistisch beleidigt worden. Zudem hatte die bislang unbekannte Täterin die Chinesin am Bahnsteig des U-Bahnhofs Josephsplatz geschubst und in eine Rangelei verwickelt.

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