Zwei Tore gegen Jena TSV 1860: Felix Weber - Der unverzichtbare Löwen-Kapitän

Der Kapitän beim TSV 1860: Felix Weber Foto: sampics/Augenklick

Felix Weber ist beim 3:1-Sieg des TSV 1860 München gegen Carl Zeiss Jena der Mann des Spiels. Er selbst gibt sich bescheiden. Trainer Daniel Bierofka schwärmt von seinem Kapitän.

 

München - Als sich Felix Weber in der 67. Minute an die Wade griff und anschließend ausgewechselt werden musste, dürfte der ein oder andere Löwen-Fan ein Stoßgebet gen Himmel geschickt haben. Sollte Weber für längere Zeit ausfallen, wäre das ein schwerer Schlag für die Sechzger,  der 24-Jährige ist für die Löwen absolut unverzichtbar. Der Innenverteidiger war der Hauptgrund, warum der TSV 1860 im Spiel gegen Carl Zeiss Jena mit 2:0 führte.

Weber hatte beide Tore erzielt, in der Abwehr ließen er und sein neuer Nebenmann Tim Rieder nichts anbrennen. Es war bezeichnend, dass nur wenige Sekunden nach Webers Auswechslung der Anschlusstreffer fiel. Sobald der Kapitän vom Bord gegangen war, kam das Löwen-Schiff ins Schlingern.

Doch die Sechzig-Fans können aufatmen: Nicht nur, weil Efkan Bekiroglu die Münchner in der 79. Minute mit seinem Treffer zum 3:1 erlöste. Sondern auch, weil der Mann des Tages nach Schlusspfiff Entwarnung gab: "Ich bin hochgesprungen zum Kopfball und blöd gelandet. Es ist nix Dramatisches", erklärt Felix Weber. Seine Tore wollte der Innenverteidiger nicht zu hoch bewerten: "Die Flanken kamen gut, da musste ich nur irgendein Körperteil hinhalten. Wer die Tore schießt, ist mir relativ wurscht. Hauptsache, wir haben gewonnen."

Bierofka schwärmt von Weber

Trotzdem sieht der Löwen-Kapitän noch Verbesserungsbedarf: "Es waren auch zwei, drei Fehlpässe im Aufbauspiel dabei, die nicht passieren dürfen. Es war eine ordentliche erste Halbzeit. In der zweiten Halbzeit waren wir am Anfang nicht so im Spiel, dann wurde es nochmal eng." Weber blickt schon voraus auf die nächsten schweren Aufgaben in Duisburg (Samstag, 21. September, 14 Uhr) und das Wiesn-Heimspiel gegen Kaiserslautern (28. September, 14 Uhr): "Wir müssen schön am Boden bleiben, die nächsten beiden Spiele werden wieder richtig schwer", so Weber.

Antworten, wie man sie sich von einem Leader wünscht. Trainer Daniel Bierofka weiß, was er an seinem Kapitän hat: "Ich weiß, dass ich mich immer auf Felix verlassen kann", sagt der 1860-Trainer nach dem Spiel. Die beiden verbindet ein besonderes Band "Felix und ich arbeiten seit fast sechs Jahren zusammen. Er war einer meiner ersten Spieler, die ich betreuen durfte. Als er in der vergangenen Saison eine schwache Phase hatte, sind wir da zusammen durch", so Bierofka weiter.

Weber ist ein echter Löwe

Weber hat eine weitere Eigenschaft, die ihn auszeichnet: Er ist Löwe durch und durch. Schon mit neun Jahren kam Weber zum TSV 1860. Mit 22 Jahren übernahm er das Kapitänsamt - als die Löwen eine der schlimmsten sportlichen Krisen ihrer Vereinsgeschichte durchliefen und gerade in die Regionalliga abgestürzt waren. Angeführt von Weber schafften die Löwen damals den direkten Wiederaufstieg. "Felix ist ein Vorbild, wie er diesen Verein nach außen repräsentiert", lobt Bierofka.

Weber ist ein loyaler Löwe. Aus den Giesinger Grabenkämpfen mit Investor Hasan Ismaik hält er sich raus. "Natürlich irritiert das einen, aber das darf man nicht ernst nehmen, was drumherum passiert", gibt Weber nach dem Spiel zu.

Der Innenverteidiger konzentriert sich auf seinen Job: Fußballspielen. Wie gegen Jena eben. Die Zielsetzung für die Spiele gegen Duisburg und Kaiserslautern ist klar. "Wir wollen beide Spiele gewinnen", gibt sich Weber selbstbewusst. Ihren Kapitän werden die Löwen brauchen, wenn sie dieses Ziel erreichen wollen.

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