Zwei neue Wohntürme in Neuhausen Das Wohnen der Zukunft: So schaut's aus!

So schaut's aus: Der Blick durch die bodentiefen Fenster ins Wohnzimmer. Foto: Allmann Sattler Wappner

Es gibt Dachterrassen für alle, dafür aber keinen einzigen Balkon. Wo das Ganze entsteht - und was da Ganze kosten soll.

 

MÜNCHEN Wohnen in der Schuhschachtel – drei Zimmer, Küche, Diele, Bad. Das ist das Wohnen von heute. Wie das Wohnen von Morgen für wohl verdienende Singles und Paare aussehen wird, das zeigen jetzt die geplanten Wohntürme der LBBW-Immobilien am Hirschgarten.

Sharing Spaces - das neue Zauberwort

„Sharing-Spaces“heißt das Zauberwort. Share heißt teilen – und heutzutage wird ja immer mehr geteilt: das Auto, das Fahrrad oder die Musik über „Clouds“. Und jetzt eben auch Wohnraum.

Teilen als Wohnidee

„Wir stellen bei Umfragen einen Wertewandel und ein Umdenken fest“, sagt Roderick Rauert, Geschäftsführer der LBBW-Immobilien (aus Stuttgart). Dieses Teilen, den Sharing-Gedanken, haben die LBBW und ihr Bauträger, die Bauwerk Capital mit dem Architekturbüro Allmann, Sattler, Wappner jetzt in eine neue Wohnidee umgesetzt.

Zwei coole Wohntürme

Für die beiden 53 Meter hohen Wohntürme (mit jeweils 130 Wohnungen) an der Wilhelm-Hale-Straße wurde endlich wieder eine ungewöhnliche Architektur-Sprache gefunden.

Jeder darf auf den Dachgarten

Das Konzept sieht so aus: Jeder darf den Dachgarten benutzen. Der halbe Teil ist für alle da, die andere Hälfte kann man reservieren. Kühlschrank, Grill, WC inklusive.

Und: Eine Küche für alle

Jedes Haus hat eine „Kitchen Lounge“, die jeder nutzen kann. Das ist schlicht eine große, voll eingerichtete Küche mit einem großen Esszimmertisch. So spart man die Essecke in der Wohnung, die nur selten genutzt wird. Über eine App kann man den Raum reservieren.

Platz fürs Surfbrett gibt's auch

Jede Wohnung hat einen fünf bis zehn Quadratmeter großen „Storage“ – im Keller. Das Besondere: Das ist eine große Schrankwand, in die man Ski, Kleidung oder sein Fahrrad unterbringen kann.

...einen Fitnessraum

Es gibt einen Fitnessraum – man muss nur noch zum Joggen das Haus verlassen.

Und einen Dienst-Service

Und: Es gibt einen Dienst-Service, der die Hemden aus der Reinigung und das Päckchen in der Post holt, der ein Rad repariert oder die Küche putzt.

"Zukünftige Herausforderungen"

Das ganze Projekt heißt dann „Friends“. „Das sind Antworten auf zukünftige Herausforderungen des Immobilienmarktes“, meint Rauert.

Klar ist: Die Extras kosten

Alle Extras werden über die Wohnnebenkosten pauschal mitbezahlt. „Wir rechnen mit 50 bis 90 Cent je Quadratmeter“, sagt Jürgen Schorn (Bauwerk Capital). Insgesamt sollen die Nebenkosten fünf Euro pro Quadratmeter Wohnung ausmachen.

Einen Balkon hat keiner

Die Architekten haben die Fassade mit eckigen Erkern und einem 180-Grad-Blick aufgelockert. Dafür hat niemand einen Balkon.

Wohnen in Modul-Bauweise

Die Wohnungen sind in offener Bauweise konzipiert. Trennwände muss man bestellen. Ein Kinderzimmer ist in keinem der Grundrisse im Prospekt vorgesehen. Küche und Bad sind fertige Module – ein „Cube-System“.

Kosten: 5000 bis 11.000 Euro

Die Wohnungen sind zwischen 41 Quadratmeter (für 239000 Euro) bis 129 Quadratmeter groß (für rund eine Million Euro). Die Preise liegen zwischen 5000 und 11000 Euro je Quadratmeter. In Kürze wird mit dem Bau begonnen. Bis 2016 sind die Wohnungen fertig.

 

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