Zusammenhang mit Türkei-Absage Entwarnung nach Bombendrohung in Gaggenau

, aktualisiert am 03.03.2017 - 12:09 Uhr
Das Rathaus und der Marktplatz in Gaggenau wurde am Freitagmorgen geräumt. Foto: dpa

Bombendrohung in der Stadt, in der einem türkischen Minister tags zuvor ein Wahlkampfauftritt untersagt worden war. Gibt es einen Zusammenhang?

 

Gaggenau - Wegen einer Bombendrohung ist am Freitagmorgen das Rathaus in Gaggenau geräumt worden. Das teilte die Polizei mit. Die Stadt in Baden-Württemberg hatte am Donnerstag einen Wahlkampfauftritt des türkischen Justizministers Bekir Bozdag aus Sicherheitsbedenken abgesagt. Der Minister wollte dort am Donnerstagabend für Zustimmung bei dem Referendum über das von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem werben.

Das türkische Außenministerium bestellte nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstagabend den deutschen Botschafter in Ankara, Martin Erdmann, ein. Das Verhältnis zwischen Berlin und Ankara ist wegen der Inhaftierung des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei ohnehin belastet.

Wie die örtlichen Badischen Neuesten Nachrichten berichten, soll der Anrufer am Freitag sein Bombendrohung mit der Absage des Auftritts begründet haben.

Nach rund drei Stunden konnte die Polizei dann gegen 12:00 Uhr Entwarnung geben: es wurde kein Sprengsatz gefunden.

 

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