Zur Jahreshauptversammlung Protest-Aktion gegen Siemens an der Olympiahalle

Kletter-Protest bei der Siemens-Hauptversammlung an der Münchner Olympiahalle. Foto: Robin Wood

Plakat-Aktion an der Olympiahalle: Während der Siemens-Hauptversammlung protestierten Robin-Wood-Aktivisten gegen den Konzern - wegen angeblicher Verletzung von Menschenrechten.

 

München - Robin Wood habe gegen die Verstrickungen von Siemens in Menschenrechtsverletzungen und Landraub für das Kraftwerk Agua Zarca in Honduras sowie weitere Energieprojekte in Ländern des globalen Südens protestiert, teilte die Initiative mit. Dafür kletterten Aktivisten am Mittwochmorgen auf das Dach der Olympiahalle und entrollten ein Banner mit der Aufschrift: "Siemens geht über Leichen. Staudamm Agua Zarca stoppen". Darüber hinaus veröffentlichten sie auf Handbannern Namen ermordeter Aktivisten, die sich vor Ort gegen den Staudamm gewehrt haben.

Robin Wood bemängelt, dass Siemens einen Anteil von 35 Prozent an dem Wasserkraftturbinenhersteller Voith Hydro halte, der seit Jahren wegen der Turbinenzulieferung an das Wasserkraftwerk Agua Zarca in der Kritik stehe und seine Lieferungen für das Projekt nach etlichen Mordfällen nur vorläufig gestoppt habe.

"An den Aktien und Profiten von Siemens klebt Blut. Das Kraftwerk Agua Zarca steht exemplarisch für eine Konzernpolitik, die über Leichen geht. Wir fordern die Aktionäre auf, den Vorstand zur Verantwortung zu ziehen und eine Firmenpolitik durchzusetzen, die sowohl auf Umweltschutz als auch auf Menschenrechten beruht", so eine Robin-Wood-Aktivistin. Robin Wood erkläre sich solidarisch mit Menschen, die in Honduras und weltweit gegen eine korrupte und fehlgeleitete Energie- und Entwicklungspolitik kämpfen, so der Tenor.

 

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