Zu viele Goldfische in Planegger Weiher Unverhofftes Festmahl für Reptilien-Auffangstation

Goldfische vermehren sich rasant - und sie fressen liebend gern Kaulquappen. Im Planegger Lichtwegweiher wurde das jetzt zum Problem. (Symbolbild) Foto: imago

Unbekannte haben Goldfische im Planegger Lichtwegweiher ausgesetzt. Weil diese sich zu stark vermehren, werden sie jetzt abgefischt - und verfüttert.

 

Planegg – Seit dem letztem Jahr schon beherberge der Planegger Lichtwegweiher wieder einmal Goldfische, schreibt die Gemeinde Planegg auf ihrer Internetseite. Und weiter: "Vermutlich haben diese als 'Fliegende Fische' die Umzäunung überwunden und sich seitdem rasant vermehrt."

Der Spaß ist den zuständigen Mitarbeitern glücklicherweise noch nicht vergangen - auch wenn die daraus folgende Aktion sehr aufwendig und teuer werden dürfte: Das Wasser des Weihers muss nämlich ausgepumpt werden, um die Goldfische zu fangen.

Denn: "Leider", so schreibt die Gemeinde, "schmecken den Goldfischen die Kaulquappen der verschiedenen Amphibienarten, die den Lichtwegweiher als Laichbiotop nutzen, sehr gut". Ein Problem.

Für die Fische hat das letzte Stündlein geschlagen

Der Fischfang soll am Donnerstag und Freitag über die Bühne gehen. Bei der Aktion wird der Landesbund für Vogelschutz den Weiher auch gleich noch etwas entlanden.

Und was wird aus den Fischen? Sie werden nach München gebracht, in die Reptilienauffangstation. Allerdings nicht für ein Leben wie auf einem Gnadenhof, sondern als Tierfutter.

 

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