Zielstattstraße München: iPhone löst Brand in Schule aus

Ein Smartphone soll das Feuer am Montag verursacht haben. (Symbolbild) Foto: imago/Westend61

Mitten im Unterricht einer Schule in Sendling: ein Handy explodiert in der Jacke eines Schülers. Die Lehrerin reagiert geistesgegenwärtig.

Sendling - Ein Smartphone, das von einer Sekunde zur nächsten in Flammen steht – dabei hat es schon Tote und Verletzte gegeben, wie zum Beispiel im Sommer 2018 in Hamburg. Bei einem Teenager aus Obersendling explodierte der Akku seines iPhones mitten im Unterricht. Er und die anderen Schüler der Grund- und Mittelschule in der Zielstattstraße kamen zum Glück unverletzt davon.

Montagnachmittag, 13.30 Uhr: Die meisten Kinder haben bereits frei. Nur eine Klasse sitzt noch im Werkunterricht. Ein Schüler steht auf. Er will sich einen Stift aus seiner Jacke holen, die draußen an der Garderobe hängt. Als der Bub den Gang betritt, sieht er Rauch. Er kommt aus seiner Jacke. Innerhalb von Sekunden steht sie in Flammen. Das Feuer droht, auf die übrige Kleidung überzugreifen.

iPhone löst Brand aus: Schaden beträgt rund 10.000 Euro

Der Schüler rennt zurück in den Werkraum und alarmiert seine Lehrerin. Die 55-Jährige reagiert geistesgegenwärtig. Wie bei Alarmübungen trainiert, lassen die Kinder alles stehen und liegen. Ruhig und geordnet verlassen sie Klassenzimmer und Schule. Die Lehrerin verständigt die Feuerwehr. Viel zu tun bleibt den Helfern nicht. "Der Brand war bereits weitgehend gelöscht", sagt ein Sprecher der Feuerwehr.

Niemand ist verletzt. Alle atmen auf, alles gut gegangen. Der Schaden beträgt allerdings rund 10.000 Euro. Brandfahnder der Kripo ermitteln. Das Feuer ausgelöst hat offenbar das Handy. Nach AZ-Informationen handelt es sich um ein iPhone. Vermutlich überhitzte der Akku.

Zur Ursache und zum Fabrikat will die Polizei erst Auskunft erteilen, wenn das Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen vorliegt.

 

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