Zeugen gesucht Hakenkreuz-Schmierereien und Nazi-Sprüche: Polizei München ermittelt

An der Münchner Freiheit und in der Öttingenstraße haben unbekannte Täter Hakenkreuze auf Oberflächen gemalt. (Symbolbild) Foto: Victoria Bonn-Meuser/dpa

Gleich zwei Mal mussten Polizisten am Wochenende wegen Hakenkreuz-Schmierereien ermitteln. In Fall einer rassistischen Beleidigung aus der vergangenen Woche haben die Beamten einen Tatverdächtigen ermitteln können.

 

München - Am Samstag sind im Lehel und in Schwabing Oberflächen mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen in beiden Fällen.

Im Lehel stellte ein Anwohner die verfassungswidrigen Schmierschriften in der Oettingenstraße fest und erstattete Anzeige. Laut Polizei hat der bislang unbekannte Täter wohl zwischen 15.50 Uhr und 20.15 Uhr mit einem roten Filzstift eine Scheibe und das Glas einer Eingangstür unter anderem mit Hakenkreuzen beschmiert. Die Hakenkreuze wurden mittlerweile entfernt, es entstand kein Sachschaden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hakenkreuze an der Münchner Freiheit

In Schwabing hat ein Münchner am Samstagabend gegen 19.35 eine Person dabei beobachtet, wie sie im Sperrgeschoss der U-Bahnstation Münchner Freiheit Hakenkreuze an einen Fahrkartenautomaten und zwei Infotafeln malte. Die bislang unbekannte Täterin konnte laut Polizei dann aus dem Blickfeld des Münchners verschwinden, die eingeleitete Fahndung der verständigten Polizeibeamten verlief negativ.

Die tatverdächtige Person wird wie folgt beschrieben: weiblich, 170 cm groß, mit kräftiger Statur. Sie trug helle Kleidung, eine lange Hose und eine helle Jacke.

Nazi-Sprüche am Viktualienmarkt

Auch am Viktualienmarkt war die Polizei am Samstag im Einsatz: Dort hatten sich laut Bericht zahlreiche Menschen versammelt. Weil die große Menschenmenge gegen die Infektionsschutzbestimmungen verstieß, schritten die Beamten ein und erteilten Platzverweise. Ein 57-Jähriger kommentierte den Platzverweis mit einem "Ausruf, der in einem Kontext zur NS-Zeit steht". Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingleitet. 

Rassistische Beleidigung: Tatverdächtiger ermittelt

In einem anderen Fall vermeldet die Polizei einen Erfolg: Am Donnerstag war ein 30-jähriger Mann am Agilolfingerplatz in Untergiesing von einem zu dem Zeitpunkt unbekannten Mann rassistisch beleidigt und bedroht. Ein Hinweis führte die Beamten zu einem 50-jährigen Münchner, der unweit des Tatorts wohnt. Laut Polizei räumte der Tatverdächtige die Tat auf Vorhalt ein. 


Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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