Zentralbäckerei dicht Hygiene-Mängel bei Müller: Die Hintergründe

 

Tradition und Erfolg aus Giesing

Müller-Brot wurde 1930 in Giesing gegründet – nach dem Krieg lieferte Sohn Hans Müller noch Brote mit Pferden aus. Nach dem Tod seiner Eltern 1951 verkaufte der 19-Jährige die alte Bäckerei und wurde Großbäcker – sogar der erste und größte Supermarktlieferant für Backwaren in Deutschland.

1953 baute Müller die erste vollautomatische Semmelproduktionsanlage der Welt. Ein Arbeiter am Fließband schaffte auf einmal 12.000 Semmeln in der Stunde. Die Brezn werden nach Firmenangaben aber immer noch von Hand geschlungen.

Ende der 70er verließ sich Hans Müller nicht mehr nur auf das Geschäft als Zulieferer von Supermärkten – er begann, ein eigenes Filialnetz aufzubauen. Nach und nach wurden die Läden mit tiefgekühlten Teiglingen beliefert, die erst vor den Augen der Kunden in speziellen Öfen aufgebacken wurden. Eine Praxis, die die meisten Bäckerfirmen heute mittlerweile übernommen haben.
Anfang des 21. Jahrhunderts war die Müller-Brot AG der viertgrößte Backwarenhersteller Europas.

2003 ging Hans Müller in den Aufsichtsrat und holte Klaus Ostendorf als Konzernchef, der dann auch neuer Besitzer wurde.

Hans Müllers KinderEva und Hans waren aber weiterhin im Aufsichtsrat vertreten.

Heute ist Müller-Brot eine GmbH mit etwa 260 Filialen in Bayern – darunter 165 in München und Umgebung. Die beiden Gesellschafter sind nach Firmenangaben die Familie Müller und eine weitere Familie

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