Zählung im Zoo Inventur im Tierpark: So viele Tiere leben in Hellabrunn

19.364. So viele Tiere wurden währen der Inventur im Tierpark Hellabrunn erfasst. Foto: Tierpark Hellabrunn/AZ

Wie viele Tiere leben im Tierpark Hellabrunn – wer ist der größte, längste oder älteste Bewohner? Diese und weitere Fragen können jetzt nach der abgeschlossenen Zoo-Inventur beantwortet werden.

 

Thalkirchen - Wie in jedem anderen Unternehmen müssen auch die Verantwortlichen des Hellabrunner Tierparks jedes Jahr eine Inventur durchführen. Diese ist im Normalfall allerdings um einiges komplizierter, als beispielsweise die Bestandsaufnahme in einem Baumarkt. Statt Schrauben, Bohrern, und Möbeln müssen umherfliegende Vögel, untertauchende Fische und qurilige Meerschweinchen genau erfasst werden.

Trotzdem: Von A bis Z, von der Antilope bis zum Zebra wird jedes Jahr von Neuem jedes Tier notiert. Das Ergebnis der aufwendigen Zählung: In Hellabrunn leben insgesamt 19.364 Tiere in 771 Arten. (Stand: 31.12.15)

Allerdings müssen manche Tierarten geschätzt werden, zum Beispiel lassen sich die freifliegenden Vögel nicht einfangen, die Tierpfleger beobachten deswegen die Futterstelle der Tiere – die Anzahl der Vögel wird daraufhin hochgerechnet. Ein anderes Beispiel sind die Anemonenfische im Aquarium, bei denen ein Beckenausschnitt genau beobachtet und später die Anzahl der Tiere geschätzt wird.

Die Inventur läuft bei den vielen verschiedenen, heimischen und exotischen Tierarten in Hellabrunn ganz unterschiedlich ab: Einzelne Ameisen zu zählen, wäre eine unlösbare Aufgabe. So werden Blattschneider-Ameisen nur als ein Tier gezählt, obwohl es natürlich Tausende Individuen sind. Erheblich einfacher ist das Zählen zum Beispiel bei den Panzernashörnern: Die drei Dickhäuter sind schwer zu übersehen.

Bei Nashorn-Mutter Rapti und ihrem Nachwuchs Puri wurde während der Inventur-Phase auch routinemäßig eine Gewichtsmessung durchgeführt. Knappe 300 Kilogramm bringt der bald sechsmonatige Panzernashornbulle auf die Spezial-Waage.

Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden im Tagesbericht eingetragen. Der Abschluss der tierischen Inventur ist dann der lückenlose Jahresbericht.

"Hellabrunn zählt weiterhin zu den tier- und artenreichsten Zoos Europas. Mit 771 Arten können wir unseren Besuchern sogar eine noch größere Artenvielfalt als im Vorjahr bieten. Neu dazugekommen sind im Jahr 2015 unter anderen Stumpfkrokodile und Darwin-Nandus", verrät Zoodirektor Rasem Baban.

Detaillierte Auflistung der Tiere in Hellabrunn

Säugetiere: 1.004 in 100 Arten

Vögel: 1.031 in 99 Arten

Reptilien: 412 in 45 Arten

Amphibien: 138 in 8 Arten

Fische: ca. 9.026 in 302 Arten

Insekten: ca. 2.000 in 25 Arten

Spinnentiere: 53 in 7 Arten

Sonstige wirbellose Tiere: 5.700 in 185 Arten

Gesamtbestand: 19.364 Tiere in 771 Tierarten

Das ist die Hellabrunn-Superlative

Während der Inventur im Tierpark wurden unter anderem auch die größten, schweren und ältesten Bewohner Hellabrunns erfasst. Ein Überblick.

Das größte Tier: Giraffe Limber hat eine Scheitelhöhe von 4,15 Metern

Das schwerste Tier: Elefantenkuh Mangala bringt 3.660 Kilogramm auf die Waage

Das längste Tier: Das größte Anakonda-Weibchen ist 6,2 Meter lang

Das kleinste Tier: Blattschneide-Ameisen sind nur etwa 0,1 bis 0,2 Zentimeter lang

Das älteste Tier: Eine Seychellen-Riesenschildkröte ist etwas über 100 Jahre alt

Das letztgeborene Tier 2015: Paulchen, ein Murnau-Werdenfelser Kälbchen ist am 31. Dezember 2015 zur Welt gekommen. Weltweit gibt es nur noch 350 Tiere.

Das erstgeborene Tier 2016: Ein Mara (Pampashase) auf der Südamerika-Anlage

 

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