Wunderbare Bergwelten AZ stellt vor: Fünf Wandertouren für jedermann

Wie hübsch anzusehen: Kühe in den Chiemgauer Alpen, hinter ihnen steigt Morgennebel auf. Foto: Matthias Balk/dpa

Erwandern Sie sich eine Auszeit. Die AZ stellt Ihnen fünf leichte Touren mit schönen Gipfeln und tollen Fernblicken vor.

 

München - Nicht zu heiß, nicht zu kalt: Am Wochenende zeigt sich nochmal der Spätsommer und gibt uns eine kleine Auszeit vom Schmuddelwetter. Wie gut, sich dann in die Berge aufzumachen. Die AZ stellt Ihnen fünf Touren im Chiemgau und im Berchtesgadener Land vor, die technisch nicht zu anspruchsvoll sind, Sie aber am Gipfel trotzdem mit tollen Fernblicken belohnen.

Freilich, wirklich allein ist man in den beliebten Wanderregionen selten. Zu schön ist es einfach rund um Bad Reichenhall oder den Chiemsee. Trotzdem haben wir versucht, Ihnen hier etwas weniger ausgetretene Pfade vorzustellen. Bis auf eine Tour sind alle Start- und Endpunkte mit dem Zug oder Bus zu erreichen. Bei der Tour im Berchtesgadener Land empfiehlt es sich sogar besonders, das Auto stehenzulassen, denn Start- und Zielpunkt sind nicht identisch.

Für die Anreise mit der Bahn haben wir Ihnen jeweils die Anfahrtszeit ab München Hauptbahnhof herausgesucht. Das Bayernticket (ab 25 Euro) gilt auch bei der Weiterfahrt mit den Oberbayernbussen.

Die Touren stammen alle aus dem gerade erschienenen Buch "Leichte Wanderungen: Chiemgau und Berchtesgadener Land" von Michael Kleemann, das im J. Berg-Verlag erschienen ist (45 Touren, 15,99 Euro).

Viel Spaß!

Tour 1: Kienbergl und Kreuzspitz

Ein kleiner Berg mit großer Aussicht

Ausgangspunkt: Café Zwing, Inzell
Anreise: Mit dem Meridian nach Traunstein, von da mit dem Bus 9526 bis zum Café Zwing, Dauer: 2:20 Stunden
Länge: 4,5 Kilometer
Dauer: 2:45 Stunden
Höhenmeter: 350 m

Vom Café Zwing führt ein Forstweg leicht bergan zum Kienbergl. Nach etwa einer Viertelstunde folgt man dem Wegweiser zum Kienbergl nach rechts. Der Weg führt nun durch einen Bergwald, geht bergauf und ist auch schmaler als der vorherige Forstweg. Es gibt immer wieder kleinere Abzweigungen, diese ignorieren wir jedoch und folgen dem breiteren Hauptweg.

Am Kamm des Berges wenden wir uns auf den letzten Metern zum Gipfelkreuz nach links, dabei folgen wir dem Schild "Kienbergl, Kreuzspitz". Ein weiterer Wegweiser führt über den Kamm bergauf. Zwischendurch teilt sich der Weg, empfohlen wird der rechte Weg.

Achtung: Der schmale Bergpfad erfordert Trittsicherheit. Zurück geht es über die Aufstiegsroute.

Tour 2: Taubensee

An Almen vorbei zum Wasser

Ausgangspunkt: Ende Kalkauerstraße, Kössen (Pkw), Haltestelle Kössen-Schwimmbad (ÖPNV)
Anreise: Mit dem Meridian nach Übersee, von da mit dem Bus 9509 bis Kössen Schwimmbad Dauer: 2:43 Stunden
Länge: 8,5 Kilometer
Dauer: 4 Stunden
Höhenmeter: 560 m

Beim Schwimmbad folgen wir rechter Hand dem Abzweig Kalkau über eine Nebenstraße hinauf. Am Beginn des Forstwegs ist der Startpunkt für Autofahrer.

Wir gehen bergan in den Bergwald und kreuzen eine Sackgasse. Wir folgen geradeaus dem Wegweiser "Taubenseehütte". Der Steig wird zunehmend steiler. An einer Almwiese müssen wir ein Gatter passieren, danach folgen wir wieder dem Wegweiser "Taubenseehütte" nach links. An der Taubenseehütte passieren wir wiederum ein Gatter, dann folgen wir nach rechts dem Schild "Taubensee", den wir bald erreichen.

Wer will, kann noch den Taubensee umrunden und zur Sauermöseralm hinübergehen (eine Stunde zusätzlich).

Wem es reicht, der geht zunächst den bekannten Weg bis zur Taubenseehütte.

Von der Hütte, in der wir auch einkehren können, nehmen wir den linken Abstiegsweg. Auf einem breiten Abstiegsweg gehen wir nach unten, der Beschilderung "Kössen, Mühlberg" folgend.

An einer Alm geht es an der Gabelung rechts, an einer zweiten wiederum nach rechts. Wir folgen hierbei der Beschilderung "Kössen über Schwarzwald".

Über eine Almwiese gelangen wir so wieder auf die Aufstiegsroute, der wir zurück nach Kössen folgen können.

Tour 3: Zum Dötzenkopf

Begegnung mit Alpenveilchen

Ausgangspunkt: Bahnhof Bayerisch Gmain
Anreise: Mit dem Meridian nach Freilassing, dort umsteigen in die Berchtesgadener Land Bahn, Dauer 2:10 Stunden
Länge: 6,8 Kilometer
Dauer: 4:30 Stunden
Höhenmeter: 550 m
Endpunkt: Bahnhof Bad Reichenhall-Kirchberg

Beim Bahnhof Bayerisch Gmain orientieren wir uns an dem Schild zum "Wanderzentrum", das wir über die Lattenbergstraße und Alpentalstraße erreichen. Am Wanderzentrum angekommen folgen wir dem Wegweiser "Dötzenkopfrundweg" auf einem breiten Weg.

An der folgenden Weggabelung geht es geradeaus, an der nächsten gehen wir rechts über die Brücke des Wappenbaches. Auch hier können wir noch dem gewohnten Wegweiser folgen.

Rechter Hand geht es auf der anderen Seite am Wappenbach entlang. Wir biegen in eine Linkskurve ein, hier geht es bergauf und es gibt keine Beschilderung. Wir gehen in Serpentinen hinauf zum ersten Aussichtspunkt, dem Wappenbachkopf. Alpenveilchen begegnen uns auf dem Weg.

Nachdem wir den Weitblick genossen haben, geht es weiter. Wieder folgen wir dem Wegweiser "Dötzenkopfrundweg". Nachdem wir den Dötzenkopf erreicht haben, geben uns neue Schilder Orientierung. Wir folgen nun den Wegweisern "Spechtenkopf, Hochschlegel". Über Stahlbrücken und -treppen geht es nun langsam bergab.

Den Abzweig links zum Spechtenkopf, Hochschlegel lässt man liegen. Stattdessen folgen wir dem Schild "Bayerisch Gmain/Bad Reichenhall". Wer mag, kann noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt Thürmereck machen.

Über einen Forstweg geht es weiter bergab, sobald wir uns zwischen den Wegen nach Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall entscheiden müssen, wählen wir den linken nach Reichenhall.

An einer weiteren Weggabelung wenden wir uns links in Richtung Reichenhall Zentrum. Es geht an der Bundesstraße entlang, bis rechts die Fußgängerunterführung zum Bahnhof Bad Reichenhall-Kirchberg führt. Autofahrer können von hier wieder nach Bayerisch Gmain fahren.

Tour 4: Auf den Spitzstein

Ein Gipfel mit Kapelle

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Goglalm
Anreise: Über die A 8 und A 93 bis nach Oberaudorf (an der Grenze zu Österreich), hier runter von der A 93 und über Erl, Kleinberg und Erlerberg zum Ausgangspunkt (1:19 Stunden), kein ÖPNV
Länge: 4,1 Kilometer
Dauer: 2:45 Stunden
Höhenmeter: 455 m

Vom Wanderparkplatz folgt man dem Wegweiser "Spitzstein", dem 1598 Meter hohen Gipfel. Wir wandern den asphaltierten Fahrweg hinauf und erreichen so recht schnell das Spitzsteinhaus.

Wer lieber eine schönere, wenn auch längere Aufstiegsroute wählen möchte, der nimmt wenige Meter nach dem Beginn der geteerten Straße den breiten Schotterweg. Auf dieser Route passieren wir die Goglalm oberhalb. An der nächsten Weggabelung gehen wir nach links, ebenso an der folgenden. Hier steht ein verblasster Wegweiser zum Spitzstein.

Der breite Pfad mündet sogleich in einen Wanderpfad hinauf über Bergwiesen. Am Schluss des Wegs trifft dieser auf die Teerstraße, die nach wenigen Minuten zum Spitzsteinhaus führt.

Vom Spitzsteinhaus aus geht es wieder auf einem gemeinsamen Weg weiter. Wir umrunden das Haus und steigen über die Altkaser Alm weiter bergan zum Spitzstein.

Es empfiehlt sich, keine Abkürzungen zu nehmen, sondern dem rot-weiß markierten Weg zu folgen. Wir kommen zunehmend in schrofferes Gelände, bis wir den Gipfel mit der Kapelle erreichen. Zurück geht es wie auf dem Aufstiegsweg.

Tour 5: Reifenberg

Von oben auf den Chiemsee blicken

Ausgangspunkt: Rottau
Anreise: Mit dem Meridian bis Bernau am Chiemsee, dann Bus 9586 bis Rottau, Dauer 1:40 Stunden
Länge: 8,9 Kilometer
Dauer: 3:45 Stunden
Höhenmeter: 450 m

Am Ortsende geht es auf einer Fahrstraße leicht bergan. Den Weg nach Rudersberg lassen wir rechts liegen und folgen der Fahrstraße noch ein kurzes Stück bergauf. Kurz darauf nehmen wir links den mit "Adersberg" beschriebenen Wanderweg. An der nächsten Weggabelung, an einem Kruzifix, nehmen wir linker Hand den Weg über Bergwiesen in den Wald. An einer Weggabelung, hier steht der Wegweiser "Rottau" in der Gegenrichtung, gehen wir ein kurzes Stück linker Hand. Anschließend zweigt rechter Hand ein Weg mit dem Schild nach Adersberg ab. Am Berggasthof folgen wir dem Wegweiser "Lindlalm" weiter bergauf.

Er führt zum Aussichtspunkt. Ab hier geht es auf einem Betonplattenweg bergab, dann links wieder zum Adersberg. Von hier aus erfolgt der Abstieg auf dem Anstiegsweg.

 

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