Würzburg Dritter, Wehen bangt Ex-Löwen-Trainer Fröhling über 1860: "Die packen das!"

Letztes Jahr avancierte er neben Kai Bülow (r.)zum Retter, jetzt drückt er den LÖwen die Daumen und steckt mit seinem neuen Klub Wehen Wiesbaden tief im Abstiegskampf. Foto: sampics/Augenklick

Sollte der TSV 1860 nach dem 34. Spieltag auf Rang 16 stehen, geht's gegen die Würzburger Kickers. "Die packen das, ohne Relegation", sagt Ex-Trainer Fröhling - der leistete mit seinem eigenen Klub Schützenhilfe für Würzburg, hat aber dennoch schlechte Karten im Abstiegskampf.

 

München - In der Zweiten wie in der Dritten Liga - die Saison neigt sich dem Ende zu. Die Löwen können am Sonntag gegen den SC Paderborn (15.30 Uhr, AZ-Liveticker) mit einem Heimsieg vorzeitig den Klassenerhalt sichern. Andernfalls droht den Löwen erneut großes Zittern, und eventuell ein weiteres Mal der Umweg über die Relegation.

Dort hat sich am vorletzten Spieltag eine Entscheidung abgezeichnet: Die Würzburger Kickers haben sich mit einem 1:1 gegen Sechzigs letztjährigen Relegationsgegner Holstein Kiel endgültig den Dritten Platz gesichert und ziehen damit in die Relegation ein. Heißt: Die Löwen bekämen es mit Würzburg zu tun, sollte man am Ende den 16. Rang belegen.

Torsten Fröhling, Löwen-Retter der vergangenen Spielzeit, glaubt allerdings nicht, dass 1860 erneut bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern muss: "Die packen das, ohne Relegation. Die Mannschaft lebt, will, kämpft. Sie müssen einfach fest an den Sieg glauben", sagte Fröhling der "Bild".

Interimscoach Daniel Bierofka, der wie Fröhling ein Jahr zuvor aus der U21 zum Proficoach erhoben worden war, mache "sein Ding, soll auf sein Bauchgefühl hören und sich von niemandem reinreden lassen. Biero hat elf Krieger auf dem Platz, sieben auf der Bank und 50.000 im Stadion. Ich bin stolz auf ihn. Er hat ihnen den Zahn gezogen, die Mannschaft spürt ihn und sein Herz. Jetzt müssen sie es nur zu Ende bringen. Dann kann er ein Held werden".

Fröhling selbst hat mit seinem neuen Klub Wehen Wiesbaden mitgeholfen, dass sich Würzburg den Dritten Rang nicht mehr nehmen lassen kann: Mit einem 1:0-Sieg bei der SG Sonnenhof Großaspach hat Fröhling deren Aufstiegshoffnungen endgültig beseitigt.

Trotz des Dreiers ist die Ausgangslage von Fröhling und seiner Mannschaft im Abstiegskampf alarmierend: Wehen ist Vorletzter und muss am letzten Spieltag kommenden Woche sowohl bei Schlusslicht VfB Stuttgart II gewinnen, als auch auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen - dann könnte es ein doppeltes Happy End für Sechzig und Wehen Wiesbaden geben.

 

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