Wohnungsnot in Ballungszentren Allianz-Studie: München fehlen pro Jahr 9300 Wohnungen

Von Baukrähnen gibt es in München zu wenig: Es wird nicht genug gebaut. Foto: dpa

Die Stadt und ihr Speckgürtel wachsen laut einer neuen Studie bis 2045 um 27 Prozent. Die Region boomt wegen des Zuzugs aus dem Ausland. Gebaut wird zu wenig.

 

München -  2 768 488 Einwohner, das klingt enorm. Laut Berechnungen der Allianz und der Beraterfirma Prognos wird München inklusive Umland im Jahr 2030 diese Zahl erreicht haben. Der Wohnungsbau hält jedoch nicht mit: In jedem Jahr, hat der Versicherer errechnen lassen, werden 9300 Wohnungen zu wenig gebaut.

Aufsummiert macht das bis 2030 158 000 fehlende Wohnungen für die Region, zu der in der Studie nicht nur München und der Landkreis, sondern auch Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Starnberg und Landsberg am Lech zählen. Die Region boomt wegen des Zuzugs aus dem Ausland. Die Forscher gehen davon aus, dass die Bevölkerung Deutschlands in den nächsten 30 Jahren auf 85 Millionen anwächst.

Aber auch die Binnenmigration macht sich bemerkbar: München ist als Universitätsstadt und wegen seiner vielen Arbeitgeber für Studenten und Arbeitnehmer attraktiv. So sehr, dass die Bevölkerung hier bis 2045 sogar noch einmal kräftig anwachsen wird – auf 3 206 000, ein Zuwachs um 27 Prozent im Vergleich zu 2013.

Das wird sich auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar machen. Laut Studie werden 2045 auf 1000 Haushalte 950 Wohnungen kommen.

2013 lag dieser Wert noch bei 991 Wohnungen pro 1000 Haushalte. In der Praxis bedeutet das: Gibt es weniger Wohnungen als Haushalte, müssen sich mehrere Haushalte eine Wohnung teilen. Bei einem ausgeglichenen Wohnungsmarkt müsste die Quote sogar bei 1030 Wohnungen zu 1000 Haushalten liegen – da durch Umzüge immer eine gewisse Anzahl an Wohnungen kurzfristig leer steht.

Für ihre Berechnungen haben die Allianz und Prognos die Bautätigkeit der letzten 15 Jahre und im speziellen im Zeitraum 2011 bis 2014 betrachtet. Im Schnitt entstanden hier jährlich 11 400 beziehbare Wohnungen. Laut Studie müssten es künftig aber 20 700 im Jahr sein, um die Nachfrage nach Wohnraum zu decken.

 

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