Wohn-Wahnsinn "The Seven Atrium": 8000 Euro pro Quadratmeter

Mittagessen im Luxus-Wohnzimmer: So zeigen die Vermarkter eine Wohnung im „The Seven Atrium“. Foto: ho

„Ein Platz für Familien“ – ab 8000 Euro pro Quadratmeter! Das neue Luxus-Haus „The Seven Atrium“ soll Bewohner mit „moderaten Preisen“ in die Müllerstraße locken.

 

München - Die Luxus-Wohnungen im ehemaligen Heizkraftwerk in der Müllerstraße („The Seven Tower“) waren in Windeseile beinahe komplett ausverkauft. Drum konzentriert sich das Interesse der künftigen Bewohner und der Geldanleger jetzt aufs Atrium. „Ein Neubau zum Wohlfühlen“, werben die Projektpartner alpha invest und LBBW. Und versprechen „hochwertige Wohnkonzepte zu moderaten Preisen“.

Wobei der Begriff moderat auch in der Immobilien-Boomtown München relativ ist. Beim ehemaligen Maschinenturm liegt die Spanne nämlich bei ordentlichen 8000 bis 20000 Euro – für einen Quadratmeter, versteht sich. Beim fünfstöckigen Atrium, das jetzt neben dem Hochhaus entsteht, geht’s sogar noch moderater: Hier müssen Interessenten lediglich 7000 bis 15000 Euro pro Quadratmeter hinlegen. Das sei eine „für München nicht ungewöhnliche Bandbreite für den gehobenen Wohnungsbau“, entkräften die beteiligten Bauträger schon mal prophylaktisch kleingeistige Nörgelei.

Unterschiedliche Wohnformen für unterschiedliche Lebenskonzepte ließen sich hier realisieren, verlauten die Bauherren vollmundig: „Vom Townhouse mit ausreichend Platz für Familien, einem eigenem Eingang im Atriumhof und einem privaten Garten, über die großzügige Stadtwohnung mit drei und mehr Zimmern oder das etwas kleinere Pocket Apartment für Paare und Singles, bis hin zur Dachterrassenwohnung mit offenem Kamin und individuellen Aufteilungsmöglichkeiten der Flächen.“

Dazu kommen die Standort-Vorteile von The Seven Tower und Atrium: Die Nähe zur Innenstadt. Der Kindergarten, den die Stadt gleich ums Eck baut. Tiefgaragen, privater Spa- und Wellness-Bereich. Und ein 24-stündiger Concierge-Service. Sogar eigene Nistplätze werden „geschaffen und vorgehalten“, heißt es in der Eigenwerbung. Hoffentlich freut sich die betuchte Klientel dann auch über die aus voller Brust tirilierenden Piepmätze.

 

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