Wo bleibt der Wüsten-Staub? Noch kaum Sahara-Sand in München

Sahara-Sand in München. Die Bilder vom letzten Phänomen zum Durchklicken. Foto: AZ

Die Meteorologen kündigen den Sahara-Sand schon seit Tagen an. Aber bisher ist die Konzentration in der Luft noch so gering, dass kaum etwas zu sehen ist.

München - Winzige Sandkörner aus der Sahara legen einen Schleier übers Sonnenlicht, lassen es milchig-rötlich erscheinen. Wenn die Konzentration groß genug ist. Doch bisher ist in München noch sehr wenig Staub angekommen.

Am Hohenpeißenberg wurden gestern gerade mal 30 Mikrogramm Sahara-Staub pro Kubikmeter gemessen. Das ist zwar mehr als üblich. Aber immer noch nicht ungewöhnlich.

Heute soll die Konzentration der Wüstenpartikel zunehmen, besonders im Süden und Westen Deutschlands am Abend, so die Meteorologen.

Etwa einmal im Monat gelangen Mineralstaubpartikel aus der Sahara über Marokko und Frankreich nach Deutschland. Besonders krass war es diesen Februar in München.

Besonders häufig ist Sahara-Staub im Frühling sowie im Hochsommer. Die klein gemahlenen Körner sind mit bloßem Augen nicht zu erkennen, denn sie haben einen Durchschnitt von nur fünf bis zehn Mikrometern. „Sie sind kleiner als ein Wolkentropfen“, sagt Frank Wagner vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Der Saharastaub kommt zusammen mit warmer Luft aus Nordafrika nach Deutschland. Diese Strömung entsteht aus dem Zusammenspiel von Hoch „Linus“ über Ostgrönland und Tief „Karola“ westlich der Biskaya, erläutert Meteorologin Anna Wieczorek.

Dabei werden am Donnerstag im Südwesten sommerliche Temperaturen mit bis zu 26 Grad erwartet.

 

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