WM 2010 Es pfeift: ein vorbestrafter Sheriff

War schon mal gesperrt: Schiedsrichter Carlos Simon. Foto: dpa

Der Brasilianer Simon leitet das Ghana-Spiel. Er war mal gesperrt: Manipulationsverdacht.

 

JOHANNESBURG Der Brasilianer Carlos Simon pfeift am Mittwoch das deutsche Spiel gegen Ghana. In seiner Heimat trägt er den Beinamen „Sheriff“ – und ist heftig umstritten: Wegen Manipulationsverdachts wurde der Unparteiische 2009 sogar im Land des fünfmaligen Weltmeisters für sechs Wochen gesperrt.

Auch eine DVD mit Simons Fehlentscheidungen, die Erstligist Flamengo Rio de Janeiro 2008 in einem offiziellen Beschwerdebrief an die Fifa schickte, hielt den Weltverband nicht von einer WM-Nominierung ab. Der gelernte Journalist reist damit schon zum dritten Mal zu einer Weltmeisterschaftsendrunde.

Auch die deutsche Mannschaft hat schon ihre Erfahrungen mit dem streitbaren Simon gemacht. Bei der WM 2006 leitete der Brasilianer das Achtelfinale gegen Schweden (2:0) und wurde anschließend für die Gelb-Rote Karte gegen Abwehrspieler Teddy Lucic (früher Bayer Leverkusen) stark kritisiert. Lukas Podolski klopfte dem Referee nach dem Platzverweis für Lucic auf die Schulter und sorgte unfreiwillig ebenfalls für Schlagzeilen.

 

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