Wird das Game gesperrt? "Rape Day": Vergewaltigungsspiel schockt PC-Nutzer

Der Entwickler hat Screenshots aus dem Spiel "Rape Day" veröffentlicht. Foto: RapeDayComics

Frauen vergewaltigen und Babys brutal töten – das fragwürdige Schock-Spiel "Rape Day" sollte auf der Plattform Steam erscheinen und sorgt jetzt für Entsetzen bei der Community.

 

Die geplante Veröffentlichung eines neuen Computerspiels sorgt derzeit für Aufsehen und Entsetzen im Netz. Bei "Rape Day" (FSK 18), vom Ein-Mann-Entwicklerstudio "Desk Plant", ist es dem Spieler möglich, Frauen zu vergewaltigen und umzubringen.

Die Handlung: In den USA ist eine Zombie-Apokalypse ausgebrochen – es gibt keine Regeln mehr, jeder kämpft für sich ums Überleben. "Es ist eine gefährliche Welt ohne Regeln", beschreibt der Hersteller sein Produkt. Und weiter: "Triff die Entscheidungen als bedrohlicher Serienmörder während einer Zombie-Apokalypse. Beschimpfe, töte und vergewaltige Frauen, während du dir deinen Weg durch die Story bahnst." Bei der höchst fragwürdigen Produktion handelt es sich um eine "Visual Novel" – dabei sehen die Spieler eine Bild-Sequenz und müssen Entscheidungen treffen, die sich dann entsprechend auf den Verlauf der Handlung auswirken.

"Rape Day": Wird das Spiel auf Steam verboten?

Das Spiel soll auf der Online-Plattform Steam angeboten werden, die seit Juni des vergangenen Jahres ihre Regelungen stark gelockert haben. Demnach kann jeder Entwickler auf der Seite ein Spiel veröffentlichen und zum Kauf anbieten. Valve, der Betreiber von Steam, behält es sich lediglich vor, Spieler zu sperren, die entweder gegen die Nutzungsrichtlinien verstoßen oder "Getrolle" sind. Die Frage bleibt, warum ein Spiel, in dem es konkret darum geht, Frauen zu vergewaltigen, nicht gegen diese Richtlinien verstößt.


Viele User haben das Spiel mittlerweile bei Steam gemeldet, passiert ist bislang allerdings nichts. Der Entwickler gibt auf seiner Webseite lediglich an, mit Valve im Gespräch zu sein – konkret würde darum gehen, die Steam-Seite zum Spiel für bestimmte Länder sperren zu lassen, in denen pornografische Inhalte verboten sind. Zumindest im deutschen Steam-Katalog ist der Spiel nicht mehr zu finden.

So rechtfertigt der Entwickler sein Produkt

Weil der Entwickler wohl mit reichlich Widerstand gerechnet hat, beantwortet er auf der Webseite häufig gestellte Fragen von Nutzern. Demnach ist das Spiel auf den "Nischenmarkt" ausgelegt. "Ich wollte ein Spiel machen, das mich unterhält und es gibt sicher auch andere Menschen, denen das Game gefällt. Vier Prozent der Bevölkerung sind Soziopathen und die Geschichte dürfte auch anderen Leuten gefallen", schreibt der Entwickler auf Steam. Als Grund für die Entwicklung des Spiels gibt der Macher an, damit "vielleicht mein eigenes Trauma zu verarbeiten".

Im letzten Update wurde eine Szene gelöscht, in der der Spieler ein Baby umbringen kann. Der Entwickler dazu: "Ich entschuldige mich bei allen, bei denen die Szene Stress ausgelöst haben sollte. Ich lerne gerade noch, meine künstlerische Balance zu finden – Spiele zu entwickeln, die ich liebe, und für keine Welle der Empörung zu sorgen."

Für den Fall, dass Valve das Spiel auf Steam verbieten sollte, will der Entwickler es anderweitig veröffentlichen. Eine offizielle Stellungnahme von Valve zu dem Spiel steht noch aus.

 

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