Wintersport Ski-fit für den Sommer

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Sie beenden am Sonntag die Ski-Saison? Der DSV und die AZ sagen Ihnen, was Sie anschließend zu beachten haben – damit Ihre Ausrüstung auch im kommenden Winter in bestem Zustand ist

 

München - Bei den wahren Ski-Freaks löst er stets größte Wehmut aus: der erste Sonntag nach Ostern. Jedes Jahr wieder. Denn am ersten Sonntag nach Ostern – dieses Mal ist es also der 15. April – schließen die meisten Skigebiete in den Alpen. Ab Montag sind nur noch die Gletscher geöffnet sowie ganz besonders hoch gelegene Destinationen wie etwa Obergurgl, Obertauern, Ischgl usw.

Wer sich nicht in diese Höhe wagen will, dem bleibt nur eines: die Ski für diese Saison einmotten! Was jedoch nicht bedeutet, die Ausrüstung einfach in den Keller oder in die Garage zu feuern und dort bis zum nächsten Winter liegen zu lassen. Vielmehr gilt es etliches dabei zu beachten. Was genau? Sechs Tipps des Deutschen Skiverbandes erklären es:

1. Die Ski schützen! Sind die Kanten der Ski verschlissen, sind sie besonders leicht durch Flugrost angreifbar. Deshalb sollten die Kanten vor dem Einlagern mit einem Kantenschleifer abgezogen werden. Ebenso ist es sinnvoll, den Belag am Ende der Saison auszubessern und heiß zu wachsen. Die Ski anschließend jedoch nicht vom überschüssigen Wachs befreien, da so die Laufflächen über den Sommer konserviert werden und den Kanten optimaler Schutz gegen Oxidation geboten wird. Riefen und Kratzer, über die in der Skisaison hinweggesehen wurde, können jetzt behandelt werden. Die Ski sind so zu präparieren, dass sie im Herbst oder Winter gleich wieder einsatzbereit sind für den ersten Tag im Schnee. Wer dafür nicht selbst Hand anlegen kann oder möchte, bringt seine Ski am Ende der Wintersaison zum Skiservice ins Sportfachgeschäft.

2. Richtig lagern! Wichtig ist es, dass die Ski in einem trockenen und kühlen Raum gelagert werden.
Garage oder Gartenhaus sind im Sommer starken Temperaturschwankungen ausgesetzt, was zur Bildung von Kondenswasser führen kann und die Kanten der Ski rosten lässt. Besser eignen sich trockene und geschlossene Räume im Keller.

3. Bindung checken! Durch Schmutz können die Federn der Sicherheitsbindung so beeinträchtigt werden, dass sich die Auslösewerte ändern. Daher sollte die Sicherheitsbindung vor dem Einlagern der Ski mit Wasser gesäubert und die Mechanik mit einem Spezialspray eingesprüht werden. Von einem Entspannen der Feder rät der DSV dringend ab!

Das ist zwar einerseits sinnvoll, um die Federkraft zu erhalten und damit die Lebensdauer zu erhöhen, andererseits birgt es aber auch ein großes Risiko, denn: Oft wird bis zum Anfang der neuen Saison vergessen, dass die Feder gelöst worden war und man setzt sich dann auf der Piste einer großen Gefahr aus, wenn die Bindung falsch auslöst.

Als zentrales Bindeelement zwischen Mensch und Material sollte die Sicherheitsbindung generell vor dem nächsten Saisonstart vom Fachhandel überprüft werden. Über die Jahre können Schmierstoffe nämlich verharzen, was ebenfalls eine Änderung der Auslösewerte zur Folge hätte und ein Sicherheitsproblem darstellte.

4. Skistiefel trocknen! Skistiefel sind, unabhängig vom Hersteller und von der Qualität, leider immerauch ein Biotop für Schimmelpilze, die sich den Sommer über im weichen Innenschuh ausbreiten können. Deshalb sollten die Innenschuhe aus der Schale herausgenommen und getrocknet werden. Erst wenn Schale und Innenschuh vollkommen trocken sind, sollten sie wieder zusammengebaut und mit geschlossenen Schnallen an einem trockenen Ort eingelagert werden.

Beim Zusammenbauen ist auch auf einen faltenfreien Sitz des Innenschuhs in der Schale zu achten. Denn Falten können die Passform beeinträchtigen und beim nächsten Einsatz drücken.

5. Helm desinfizieren! Skistöcke, Helm, Skibrille, Protektor und Handschuhe sind in der skifreien Zeit ebenfalls an einem trockenen Ort einzulagern. Insbesondere der Helm sollte vor der Sommerpause gründlich gesäubert oder gar desinfiziert werden.

Am Ende der Skisaison empfiehlt es sich, zu kontrollieren, ob die Ausrüstungnoch gut in Schuss ist, oder ob etwa die Skibrille oder der Helm ersetzt werden müssen. Ist die Schutzausrüstung kaputt oder verschlissen, kann sie nicht mehr die gewünschte Sicherheit bieten. Bei Kratzern in der Skibrille oder einem eingerissenen Teller am Skistock ist es sinnvoll, die Frühlingsmonate zu nutzen, um Ersatz zu besorgen. Weil: Jetzt, zu Saison-Ende, ist es preisgünstiger als zu Saison-Beginn im kommenden Herbst.

6. Anzug imprägnieren! Auch die Skibekleidung bleibt "fit" für den nächsten Winter, wenn sie sauber übersommert. Entweder Ski-Anzug, -Jacke oder -Hose in eine Fach-Reinigung geben oder selbst in der Maschine waschen. Aber Achtung: Es sollten nur Schonwaschmittel und keine Weichspüler benutzt werden, denn letztere verstopfen die Poren der Bekleidung und die technischen Fasern verlieren ihre Funktionalität.


Wichtig ist auch die Imprägnierung der Skibekleidung. Am besten mit einem Spray auftragen und durch anschließendes Einbügeln mit geringer Hitze fixieren.
 

 

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