Winter-Spaß im Schnee Von günstig bis teuer: Europäische Skigebiete im Vergleich

Autorenprofil Ruth Schormann
In Garmisch-Partenkirchen gibt es Pisten mit einer gesamten Länge von 40 Kilometern. Foto: B. Nolte/dpa

Wer beim Ski-Fahren sparen will, ist mit weniger bekannten Gebieten gut beraten. Wo gibt es die längsten Pisten und das beste Angebot für Anfänger? Dieser europaweite Vergleich zeigt es.

 

Wer mit Skiern, Skischuhen, Helm, warmer Kleidung, Stöcken und Handschuhen ausgestattet ist, braucht dennoch immer noch eins auf der Piste: Geld. Für den Tagespass, fürs Hotel, wenn es ein ganzer Wintersport-Urlaub sein soll... Das kann sich schnell läppern und ein großes Loch ins Freizeit-Budget reißen.

115 Skigebiete Europas im Vergleich

Doch wer vergleicht, kann auch günstig Gaudi im Schnee haben. Zum vierten Mal hat das Urlaubs-Portal Travelcircus 115 Skigebiete in Europa verglichen und untersucht, wo die Pisten am längsten, die Pässe am günstigsten und das Preis-Leistungs-Verhältnis am besten ist.

Und das ist dabei rausgekommen: Der Tag im Skiparadies ist tatsächlich günstiger geworden: Wie Travelcircus schreibt, kostet ein Tag Skiurlaub mit Ausrüstung, Skipass und Hotel in 73 der 115 untersuchten Skigebiete weniger als 100 Euro pro Person. Im vergangenen Jahr war das nur in 64 Gebieten der Fall. Über 200 Euro kostet’s laut Travelcircus übrigens in drei österreichischen Skigebieten: Ischgl/Samnaun, Saalbach Hinterglemm und im Verband Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol.

Günstig: Südosteuropa

Am meisten sparen können Skiurlauber in dieser Saison in Mazedonien: Dort ist ein Tag Winter-Gaudi auf der Piste im Durchschnitt für 35 Euro zu haben. Auch dahinter folgen bei den günstigsten Gebieten Länder in Südosteuropa: Montenegro, Kosovo, Bosnien und Herzigowina und Kroatien.

Deutliche Schwankungen gibt es, rechnet man den Preis für den Skipass auf die gebotenen Pistenkilometer um: Der schwankt laut Travelcircus zwischen zehn Cent pro Kilometer (im französischen Les Portes du Soleil) und zehn Euro (in Busteni, Rumänien).

Skipässe werden teurer

Insgesamt zeigt der Travelcircus-Vergleich, dass Skipässe immer teurer werden: Im Durchschnitt liegt der Preis für den Tagespass heuer bei 36,55 Euro, in der Saison 2016/17 waren es noch 33,33 Euro.

Anfänger? Profi? Wer noch nicht so sicher auf den Brettern steht, hat im polnischen Bialka Tatrzanska leichtes Spiel: Dort sind laut dem Urlaubs-Portal 79 Prozent der Strecke für Anfänger befahrbar. Wer es schwer mag, ist im rumänischen Bâlea Lac gut aufgehoben: Alle Pisten hier sind nur für Fortgeschrittene.

Wie fotogen sind denn die Skigebiete Europas, welche wurden am meisten auf Instagram geteilt? Auch das hat Travelcircus untersucht. Das Ergebnis: Das Matterhorn gewinnt mit 648.400 Beiträgen 2019 vor Bukovel in der Ukraine (380.700) und Are in Schweden mit 377.400.

So schneiden Bayerns Berge ab

Garmisch-Partenkirchen rangiert auf Platz 37. 125 Euro kostet hier der Tag Skispaß inklusive Hotel. Dafür gibt es 40 Kilometer Pisten zu befahren, woraus sich ein Preis von 1,15 Euro pro Pistenkilometer ergibt, so Travelcircus.

Günstiger geht es hier auf der Steinplatte und am Sudelfeld zu: Hier sind Skitag und Übernachtung für 105 beziehungsweise 110 Euro zu haben. Dafür gibt es an der Winklmoosalm sogar zwei Kilometer mehr Piste, am Sudelfeld sind es 31 Kilometer. Am Brauneck, das sich erst auf Rang 100 des Vergleichs findet, ist man mit im Schnitt 118 Euro dabei und hat 34 Pistenkilometer zur Verfügung – das entspricht 1,21 Euro pro Kilometer.

Untersucht hat das Urlaubsportal auch Fellhorn/Kanzelwand und Oberjoch: Hier muss man schon 138 und 131 Euro für einen Tag im Schnee inklusive Hotel berappen. Das Oberjoch landet dann auch recht weit hinten, auf Platz 113 von 115 im Travelcircus-Vergleich.

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