Wie Lego Gartenhäuschen Marke Eigenbau

Solche Gartenhäuschen können Heimwerker selber bauen. Es gibt sie als Fertigbausätze in allen Formen und Größen im Baumarkt. Foto: dpa

Gartenhütten als Geräteschuppen und Wochenendhäuschen – wie man sie baut.

 
Ob für den Kaffeeklatsch mit Freunden oder für den Urlaub im eigenen Garten: Kleine Holzhäuser sind Rückzugsorte, die gerade im Sommer ein zweites Zuhause sein können. Heimwerker können die idyllischen Sommeroase einfach selber bauen. Einige Tipps sollten sie dabei allerdings beachten. Gartenhäuschen gibt es als Fertigbausätze in allen Formen und Größen im Baumarkt. „Wer keine Erfahrung mit Holz und Konstruktion hat, sollte immer auf einen Fertigbausatz zurückgreifen“, rät Josef Plößl vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel. Bei der Standortauswahl müssen Heimwerker nicht nur beachten, dass die Hütte gut zur Geltung kommt im Garten. Sie muss auch vor anhaltender Feuchtigkeit geschützt werden. Wichtig ist, das örtliche Bauamt nicht zu vergessen: „Dort erfahren Heimwerker, ob sie eine Genehmigung für ihr Häuschen brauchen“, erklärt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB).

Der erste Bauschritt ist dann das Fundament. In der Regel ist hier ein entsprechender Plan in der Bauanleitung enthalten. Abhängig von der Boden- und Geländebeschaffenheit sowie der Grundfläche des Hauses kann die Gründung mit einer Betonplatte, einem Streifenfundament oder auf Gehwegplatten erfolgen. Wichtig ist, dass die unterste Holzschwelle oder die Pfosten sich nicht im Erdreich befinden und gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden abgesichert sind. Ein Steifen Teerpappe als Sperrschicht kann abdichten. Um sicherzustellen, dass der Boden des Häuschens dauerhaft trocken bleibt, sollte laut Plößl Rasen vorher entfernt, das Erdreich mit einer Kunststofffolie abgedeckt und schließlich für eine gute Belüftung des Raums zwischen Erdreich und Boden des Gartenhauses gesorgt werden. Hier lautet die Faustregel: Baue nie ein Haus, das auf feuchtem Untergrund steht, sagt Michael Pommer von der Heimwerkerschule DIY-Academy.

Für die eigentliche Konstruktion, also die Blockbohlen oder die Pfosten des Häuschens, eignet sich besonders Fichte als preiswertes Holz. Bei der Außenbekleidung gibt es eine Palette an möglichen Holzarten – von Lärche über Kiefer bis zu Douglasie. Bei den meisten Fertigbausätzen handelt es sich um Blockbohlenhäuser. „Das ist im Prinzip wie beim Lego“, erläutert Plößl. „Die einzelnen Holzbretter werden ganz einfach ineinandergesteckt.“ Hier sollten Heimwerker sich noch einmal über den Zweck der Hütte bewusstwerden. „Mit 18 bis 19 Millimetern starken Nut- und Federbrettern kann ich einen Geräteschuppen bauen“, sagt Plößl. Dient das Häuschen als Rückzugsort, sollte auf dickere Wandstärken ab 40 Millimeter zurückgegriffen werden.

 

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