Werner Lorant in Not Ex-1860-Trainer in Not: Sorge um Lorant

Werner Lorant, der von 1992 bis 2001 die Löwen trainierte, ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Sein Haus in Dorfen wurde nun zwangsgeräumt. Nun liegt auch noch die Ehe des 62-Jährigen in Scherben. Foto: imago/Daniel von Loeper

Haus weg, Ehe kaputt: Der Ex-Trainer der Löwen steht vor dem Ruin. Jetzt sorgen sich seine ehemaligen Weggefährten um ihn.

München - Zwei Plastiktüten soll Werner Lorant dabei gehabt haben, als er im Sommer 1992 seinen Dienst beim TSV 1860 antrat. Ex-Präsident Karl-Heinz Wildmoser (†) benutzte dieses Bild gerne. Es sollte heißen: Lorant war am Ende, bevor er zu den Löwen kam. Einstiger Uefa-Cup-Sieger mit Eintracht Frankfurt zwar, aber finanziell am Ende.

Nun, ein bisschen mehr als zwei Tüten wird’s schon brauchen, um Lorants derzeitige Besitztümer unterzubringen. Auch wenn Lorant gerade wieder fast alles verloren hat, was ihm lieb war: Das Haus in Oberdorfen? Futsch, längst zwangsversteigert, am Montag wurde Lorant zwangsgeräumt. Die Ehe? Nach 30 Jahren gescheitert. „Ja, Doris und ich sind nicht mehr zusammen”, sagte Lorant in „Bild”. Doris und die Kinder Tobias und Timo sind bei Bekannten untergekommen, Lorant wohnt derzeit im Hotel.

Zum zweiten Mal steht Lorant vor dem Scherbenhaufen einer Karriere, die so laut, wild und spektakulär war wie Lorant eben ist. Viel ist nicht mehr übrig von seinem Vermögen – obwohl er auch nach seinem Rauswurf bei den Löwen 2001 und während seiner Wanderjahre mit 13 Trainerstationen gut verdient hat. Aber glücklich wurde er ohne 1860 nicht mehr.

Und nun ist er auch noch allein. „Ich möchte jetzt nichts als meine Ruhe haben. Denn ich will und muss mir klar darüber werden, wie mein nächster Lebens-Abschnitt aussehen wird”, sagte Lorant, der schon länger mit einem Umzug nach Würzburg oder einer Rückkehr in die westfälische Heimat liebäugelt.

Die alten Weggefährten, die Lorant so viel zu verdanken haben, machen sich Sorgen um ihn. Die AZ sprach mit einigen von ihnen:

 

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