Werkstatt für kleine Künstler Das Kinderkunsthaus eröffnet: Malen mit dem Matchboxauto

Das Kinderkunsthaus ist umgezogen: Jetzt ist es an der Römerstraße in Schwabing zu finden. Foto: Yves Krier

Das Kinderkunsthaus eröffnet diesen Samstag am neuen Standort. Kleine Künstler können auch am Tablet kreativ werden und töpfern.

Schwabing - Durch große Fenster kommt das Licht hinein in den schlichten weißen Raum, der wohl bald schon sehr viel bunt-verkleckster sein wird. Wo die Römerstraße auf die Hohenzollernstraße trifft, hat das Kinderkunsthaus seine neue Projektwerkstatt.

Viele kennen die Initiative schon aus der Siegesstraße. In dem offenen Projekt können Eltern mit ihren Kindern einfach vorbeikommen zum kreativen Austoben, ohne Anmeldung für Kurse und Terminkoordinierung.

"Wichtig ist uns vor allem, dass die Kinder hier nicht abgegeben und wieder abgeholt werden sollen. Die Eltern, Großeltern oder Betreuer sollen mit ihnen dableiben, damit es zu einem gemeinsamen Erlebnis wird", betont Sebastian Zembol, der die Initiative zusammen mit seiner Frau Alexandra Helmig gegründet hat.

Fünf Euro für einen ganzen Nachmittag

Im Hauptatelier stehen große Tische mit kleinen Stühlen außenrum, an jedem Tisch wird mit anderen Materialien gearbeitet. Mehrmals in der Woche tauscht das Team vom Kunsthaus die Angebote aus. So können die Kinder und ihre erwachsenen Begleiter zum Beispiel mit Matchboxautos malen. Die Werkstatt für Ton- und Holzarbeiten ist im Keller. "Wir haben jetzt endlich auch einen Brennofen", freut sich Alexandra Helmig.

Das Kinderkunsthaus gibt es seit 2011. Ein offener, für alle zugänglicher Ort sollte es werden, an dem auch alle mitmachen können, die nicht so viel Geld haben. Deshalb ist das Projekt eine gemeinnützige GmbH, 80 Prozent der Kosten werden über Sponsoren generiert.

Für fünf Euro können die Kinder hier den ganzen Nachmittag ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Außerdem kommen Schulklassen und Kindergärten, und das Atelier kann für Geburtstage gemietet werden. Regelmäßig gibt es zudem Werkstattgespräche und Kunstseminare.

"Digitales gehört heute dazu"

Neu seit dem Umzug aus der Siegesstraße ist neben dem Brennofen auch das digitale Angebot. Zwar ist Sebastian Zembol die Arbeit mit den Händen beim Basteln und Malen besonders wichtig, doch er findet: "Digitales gehört heute dazu. Jetzt geht es darum, sich damit kreativ zu befassen und sich nicht nur berieseln zu lassen." Auf Tablets können die Kinder kreativ werden, die Kunstwerke sind an der Digitalwand im Atelier zu sehen.

"Das ist wirklich ein fantastisches Angebot, besonders das Zusammenarbeiten. Und so viele verschiedene Bastelsachen könnte ich ja nie in der Wohnung aufheben", sagt eine junge Mutter bei der Eröffnungsfeier am Donnerstag.

Schirmherr ist der Schauspieler Stefan Wilkening und der zitiert zur Eröffnung einen befreundeten Benediktinermönch: "Es wird alles gut, wenn wir das Spielen wieder lernen."

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