Wer wird der Oberlöwe? Präsidenten-Wahl beim TSV 1860: Es kann nur einen geben

Einer ist Präsident, zwei wären's gern (v.l.): Robert Reisinger, Saki Stimoniaris und Hubertus Reich. Foto: sampics/Augenklick, imago/MIS, Youtube-Screenshot

Robert Reisinger, Saki Stimoniaris und Hubertus Reich wollen ins Amt des 1860-Präsidenten – doch nur einer hat wirklich Chancen.

 

München - Robert Reisinger oder Athanasios "Saki" Stimoniaris? Oder gar Hubertus Reich? Der TSV 1860 wählt in der Mitgliederversammlung im Sommer sein neues Vereinsoberhaupt und dessen Stellvertreter.

Am Donnerstag endete mit dem Monat Januar auch die Frist für mögliche Kandidaten, ihre Bewerbung beim Verwaltungsrat der Löwen abzugeben. Das aktuelle Präsidium um Reisinger und dessen Vizes Hans Sitzberger und Heinz Schmidt hat bereits bekräftigt, wieder zur Wahl zu stehen.

Stimoniaris, MAN-Betriebsrats-Chef und Sprecher von Investor Hasan Ismaik, hat seine Bewerbung bekanntlich per Pressemitteilung auf öffentlichem Wege kundgetan. Mit Reich stößt ein weiterer Kandidat hinzu, der das Internet als seine Plattform auserkoren hat: Der erst 25-Jährige erzählt aus einem mit 1860-Fanartikeln geschmücktem Sessel heraus seine Sicht der Dinge in Youtube-Videos. Ihm sei "egal", ob er gewählt werde – er wolle zumindest "seine Ideen einbringen."

Stimoniaris als Präsident? Unwahrscheinlich!

Stimoniaris‘ Chancen, als Kandidat vorgeschlagen zu werden, dürften dabei nicht viel besser sein als die von Reich: Bekanntlich wird der Verwaltungsrat um den Vorsitzenden des Kontrollgremiums, Sebastian Seeböck, für jeden zu wählenden Posten im Präsidium (Oberlöwe und zwei oder auch drei Vizepräsidenten) genau einen Kandidaten benennen. Nicht besonders demokratisch, aber so will es die Vereinssatzung der Sechzger. Nachdem es sich hierbei um ein internes Verfahren handelt, wird sich der Verwaltungsrat nach AZ-Informationen nicht zu den einzelnen Bewerbern äußern, vielmehr wird das neunköpfige Organ der Giesinger erst nach dem "Casting" seine Kandidaten vorstellen. (Lesen Sie auch: AZ-Umfrage - Ismaik-Sprecher knapp vorn)

Nachdem sich das Gremium ismaik-kritisch zeigt und hinter dem Kurs Reisingers steht, weder Darlehen, noch Genuss-Scheine von Ismaik mehr anzunehmen, ist man sich im Umfeld des Vereins einig, dass es in den Augen der Entscheider nur einen geben kann: Reisinger. Die einzige Chance des Ismaik-Lagers bestünde vereinfacht gesagt nur darin, ausreichend Anhänger zu mobilisieren, um eine einfache Mehrheit zu verhindern, in einem späteren Wahlgang Stimoniaris zu wählen – und dadurch die Machtverhältnisse bei den Löwen zu kippen.

 

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