Wer hat die Macht vor Gericht? Kritische ARD-Doku: „Die Gutachterrepublik“

Reitlehrerin Marnie Gröben führt einen Rechtsstreit mit ihrer Unfallversicherung, weil sie durch einen Pferde-Tritt verletzt wurde. Foto: WDR / privat

Gutachter können vor Gericht den Verlauf einer Urteilsfindung entscheidend beeinflussen. Die kritische ARD-Doku "Die Gutachterrepublik" aus der ARD-Reihe „Die Story im Ersten“ hinterfragt ihre oft entscheidende Rolle.

 

München - Eigentlich sind die Rollen vor deutschen Gerichten klar verteilt. Staatsanwälte vertreten die Anklage, Beschuldigte werden durch ihre Verteidiger vertreten. Und der Vorsitzende Richter bildet sich ein Urteil, das dann verbindlich verkündet wirkt.

Tatsächlich ist der Prozessbetrieb natürlich weitaus komplexer - und eine wichtige Sonderrolle kommen den vielen „Gutachtern“ zu, die von allen Beteiligten eingeholt und den weiteren Verlauf der Urteilsfindung entscheidend beeinflussen können.

Wer ein stichhaltiges Gutachten auf seiner Seite weiß, hat beste Chancen seine Interessen durchzusetzen. Und das nicht nur vor Gericht, auch in Auseinandersetzung mit staatlichen Institutionen.

Wie Jan Schmitt in seinem Doku-Beitrag „Die Gutachterrepublik“ aus der ARD-Reihe „Die Story im Ersten“ nachweisen kann, verzerren die oft teuer bezahlten Experten-Einschätzungen oft das Kräfte-Gleichgewicht - bis hin zu den umgangssprachlich gewordenen „Gefälligkeitsgutachten“.

ARD, 15. Juni, 22.45 Uhr

 

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