Wenn's läuft... Darum träumt der EHC vom Champions-League-Sieg

Für die Münchner Spieler gibt’s derzeit öfter Grund zu feiern. Das registrieren auch die Fans. Foto: GEPA pictures/ho

Der EHC Red Bull steckt den Ausfall von Keeper Danny aus den Birken gut weg und zieht locker ins Viertelfinale der Champions League ein. Dabei sagt Hager: "Wir spielen noch nicht unser bestes Hockey".

 

München - Ganze 17 Siege aus 19 Spielen in der Liga, satte elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Und nun der Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Ja, beim EHC Red Bull München läuft es sportlich derzeit wirklich gut, wie auch die Fans am Mittwochabend im altehrwürdigen Eisstadion auf einem Banner trefflich feststellten.

Im Achtelfinal-Rückspiel des Kontinental-Turniers fegten die Münchner die Gäste von Yunost Minsk nämlich mit 6:0 vom Eis. Schon das Hinspiel in der weißrussischen Hauptstadt hatte das Team von Don Jackson mit 3:2 gewonnen.

EHC München: Ohne aus den Birken beste Abwehr der Liga

"Wir waren einfach das bessere Team, das hat man auch gesehen", sagte Youngster John Peterka, der selbst das 4:0 (55. Minute) für den EHC erzielte. Allerdings hielt sich sein Team mit Treffern lange zurück. Erst im zweiten Drittel erlöste Andrew Bodnarchuk die Red Bulls (36.) – und das auch noch in Unterzahl.

Davor konnte sich Jackson mal wieder auf seine starke Defensive verlassen. Die stärkste Abwehr der Liga bewies dabei, dass sie auch Rückschläge abseits des Eises wegstecken kann. Schließlich wurde am Mittwoch vor der Partie bekannt, dass Stammgoalie Danny aus den Birken für mehrere Wochen mit einer Beinverletzung ausfallen wird. Doch dessen Vertreter, Kevin Reich, präsentierte sich ein weiteres Mal in Topform und feierte nun auch in der Champions League seinen ersten Shutout, das erste Spiel ohne Gegentor.

"Kevin hat sehr stark gehalten", lobte Jackson seinen Backup. Doch auch die Special-Teams, also das Spiel in Über- und Unterzahl, sei an diesem Abend entscheidend gewesen, merkte der Coach an. Und er hatte damit Recht. Neben Bodnarchuks Unterzahltreffer erzielte der EHC vier Tore bei einem Mann mehr auf dem Eis. Nur Justin Schütz’ Treffer zum 5:0 fiel bei Gleichzahl. "Am Ende konnten wir aus unserem Powerplay Kapital schlagen", meinte Jackson. In den letzten Minuten sorgten auch Bobby Sanguinetti (47.), Chris Bourque (49.) und Luca Zitterbart (56.) für einen regelrechten Torhagel.

EHC-Kapitän Hager bestreitet 700. Spiel in der DEL

Nun treffen die Red Bulls im Viertelfinale auf das schwedische Topteam Djurgarden Stockholm und halten damit die deutsche Fahne hoch. Schon am Dienstag waren die Adler Mannheim (gegen Mountfield) ausgeschieden. Die Augsburger Panther scheiterten am EHC Biel.

Gegen die Schwenninger Wild Wings steht für die Münchner jetzt erstmal wieder Liga-Alltag auf dem Programm. Für einen wird die Partie am Freitagabend (19.30 Uhr/magenta Sport) am heimischen Oberwiesenfeld aber keine ganz gewöhnliche: Kapitän Patrick Hager. Der bestreitet sein 700. Spiel in der DEL. Aufgeregt? "Im Endeffekt ist es eine Zahl und – in Anführungszeichen – ein ganz normales Spiel", erklärt der gebürtige Rosenheimer, der aber erfolgshungriger denn je ist.

"Wir gehen jedes Jahr in die Saison, um Meister zu werden und die Champions League zu gewinnen. Wir wissen, dass wir dafür ganz viel investieren müssen, aber das ist der Anspruch, den wir haben", sagte Hager, aber: "Ich bin davon überzeugt, dass wir immer noch nicht unser bestes Hockey gespielt haben."

Wie sieht es dann erst aus, wenn es dann mal richtig gut läuft?

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