Weltpremiere in Neuseeland Der Hype um den kleinen Hobbit

Darauf warten die Fans: "Der kleine Hobbit" feiert in Neuseeland Premiere. Foto: James Fisher/Warner Bros

Mittelerde lebt: Fans und Stars feiern die Weltpremiere des Hobbit- Films mit einem spektakulären Fest. In neuseeländischen Flugzeugen erklärt Gandalf die Sicherheitsregeln. Der Hype in Bildern

 

Wellington – Der Hobbit macht sich auf die Reise: Zur Weltpremiere des neuen Films von „Herr der Ringe“-Regisseur Sir Peter Jackson haben Stars und Zehntausende Fans die neuseeländische Hauptstadt Wellington nach bester Hollywood-Manier in eine riesige Partymeile verwandelt.

Auf dem roten Teppich präsentierten sich am Mittwoch neben Jackson auch die Schauspieler Martin Freeman und Richard Armitage. „Titanic“- und „Avatar“-Regisseur James Cameron war ebenfalls gekommen. Zu sehen bekamen den Film zunächst aber nur ausgewählte Gäste. Deutscher Kinostart für „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“, den ersten Teil der Hobbit-Trilogie, ist der 13. Dezember. Wellington präsentierte sich als „Mitte der Mittelerde“ und war im Ausnahmezustand. Überall waren Menschen in Zwergen- und Zaubererkostümen unterwegs, oder verkleidet als Elben, Orks und Gollum.

Fans harrten mit Schlafsäcken am roten Teppich aus, um beim Blick auf die Stars in erster Reihe zu stehen. Die vielen Fans wurden nicht enttäuscht: am 500 Meter langen roten Teppich gab es den ganzen Tag Programm. Als die Stars am Nachmittag erschienen, waren sie bester Laune und ließen sich bereitwillig fotografieren und ausfragen. „Es war viel Arbeit, eine Klotzerei, es hat viel Zeit gekostet und viel Liebe ist reingeflossen – und es ist ein wunderschöner Film“, sagte Martin Freeman, Darsteller des Bilbo Beutlin. „Der Dreh allein war schon toll genug, selbst ohne das Endprodukt. Das Ganze jetzt hier mit allen zusammen zu erleben, ist einfach unglaublich“, sagte Richard Armitage, der den Zwerg Thorin Eichenschild spielt.

Regisseur Sir Peter Jackson kam im Gammel-Look: mit wildem Haar, offenem Hemd und ausgelatschten Turnschuhen. „Das ist so ziemlich das einzige Paar Schuhe, das ich besitze“, sagte Jackson (51) einem Reporter. „Ich hatte nicht wirklich eine Auswahl.“ Freeman dazu trocken: „Gut, dass er nicht barfuß gekommen ist.“ Einer der Ehrengäste war Titanic- und Avatar-Regisseur James Cameron, ein anderer ein Urenkel des Autors J.R.R. Tolkien. Im „Hobbit“ wird die Vorgeschichte zu der Trilogie „Der Herr der Ringe“ beschrieben. Hobbits sind kleine, menschenähnliche Wesen, die im Auenland leben. Der Hobbit Bilbo Beutlin bricht eines Tages auf, um einen Schatz aus den Klauen eines Drachens zurückzugewinnen. Dabei bekommt er es mit Fabelwesen wie Elben und Orks zu tun und erbeutet einen Zauberring.

Das Buch des britischen Autors J.R.R. Tolkien (deutsch: „Der kleine Hobbit“) erschien 1937. Die von Sir Peter Jackson verfilmte „Herr der Ringe“-Trilogie zählt zu den erfolgreichsten Filmen der Welt. „Der Hobbit – eine unerwartete Reise“ wurde am Mittwochabend (Ortszeit) im 1926 gebauten Embassy-Kino nur vor 750 geladenen Gästen gezeigt. Weitere 1250 durften in einem anderen Kino bei der Premiere dabei sein.

Alle anderen müssen warten: der erste Teil der Hobbit-Trilogie kommt Mitte Dezember weltweit in die Kinos. Die beiden anderen Teile folgen 2013 und 2014. Die Premiereneinladung ließ sich auch Regierungschef John Key nicht entgehen. „Wir zollen dem genialen Peter Jackson Tribut“, sagte er. „Bitte, hören Sie nicht mit den drei Filmen auf.“ Die Regierung hat das Projekt des neuseeländischen Regisseurs mit Subventionen gefördert. „Ich glaube, ich habe noch das Zeug für ein paar weitere Filme“, sagte Jackson. „Aber eine schöne lange Pause wäre jetzt auch nicht schlecht.“

 

0 Kommentare