Weiterleitung ist strafbar Polizei München warnt vor WhatsApp-Schreck "Momo"

Mit hervorstehenden Augen und gruseligem Lächeln versetzt "Momo" Kinder und Jugendliche in Angst und Schrecken. Foto: Screenshot Facebook/Momo Momo

Das Gruselmonster "Momo" treibt offenbar wieder sein Unwesen in Messengerdiensten. Die Polizei München warnt vor der Verbreitung und gibt Betroffenen konkrete Verhaltenstipps.

 

München - Die Gruselfratze "Momo" verbreitete sich seit mehreren Jahren über Messengerdienste wie WhatsApp. Nun hat die Polizei München eine Warnung vor dem kettenbriefartigen Nachrichten von "Momo" herausgegeben. Derzeit kursiert die Gruselfratze wieder mit der Aufforderung an der "Momo Challenge" teilzunehmen. 

Bei diesem vermeintlichen Spiel sollen Kinder und Jugendliche über Messengerdienste mit "Momo" Kontakt aufnehmen und bestimmte Aufgaben erfüllen, wie die Nachricht an andere weiterzuleiten. Wer den Kettenbrief unterbricht, dem werden drastische Konsequenzen angedroht. Laut Polizei wird so psychischer Druck aufgebaut, der gefährlich werden kann. 

Nach erste Polizeiangaben war in München eine 13-Jährige von diesem Druck betroffen. Die Ermittlungen ergaben allerdings keinen Zusammenhang zu "Momo".

Die Polizei weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Verbreitung von solchen Nachrichten mit Drohungen eine Straftat darstellt und dementsprechend als Nötigung verfolgt wird. Grundsätzlich sollten Erziehungsberechtigte ihre Kinder über einen sorgsamen Umgang mit Medien aller Art sensibilisieren, heißt es in der Mitteilung weiter.

Momo-Challenge: Das rät die Polizei

  • Ungewöhnliche Nachrichten mit nahestehenden Personen besprechen
  • Kettenbrief keinesfalls weiterschicken, sondern löschen
  • Keine persönlichen Daten preisgeben
  • Keine Anhänge oder Verknüpfungen (Links) öffnen
  • Unbekannte Rufnummern blockieren oder sperren
  • Bei der Polizei Anzeige erstatten, wenn es für den Empfänger zu bedrohlichen Zwangssituation kam
 

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