Weil Freundin bei Escort-Service arbeitet Eifersucht! Mann stürmt Puff

Der Angeklagte Mirko L. (30) vor dem Amtsgericht. Foto: th

Weil seine Freundin für einen Escort-Service arbeitet, rastet ein Mann aus – und will sie im Auto verschleppen. Ihr gelingt die Flucht

 

Freimann - Immer wieder quält Mirko E. (30) der Gedanke, dass seine Freundin Elena S. (27, Name geändert) in einem Münchner Bordell anschafft. Als er dann noch erfährt, dass sie sich auch noch über einen Escort-Service von fremden Männern für ganze Nächte buchen lässt – da rastet er aus: Vor lauter Eifersucht stürmt er in den Puff und will die blonde Elena S. entführen.

Jetzt steht der gelernte Kellner wegen Freiheitsberaubung vor dem Münchner Amtsgericht. Auf Frage des Richters Andreas Schätzl, ob denn die Vorwürfe stimmen, gesteht Mirko E.: „Ja, es war so. Es tut mir leid.“

Neun Monate sind der Angeklagte und die Prostituierte ein Paar gewesen. Sie gesteht ihm gleich in der ersten Nacht, dass sie anschaffen geht. Sie beruhigt ihn, es sei ja nur ein Job – und sie habe keine Gefühle für die Freier.

In der Nacht zum 9. Januar erfährt Mirko L. durch einen Anruf, dass seine Freundin in einem Escort-Service tätig ist. Den Dienst nehmen meist Besserverdiener in Anspruch. Der Liebeslohn ist dementsprechend: 1200 Euro pro Nacht. Die Damen haben in der Regel Stammkunden, bei denen eine gewisse Zuneigung zum Freier entstehen kann.

Das weiß auch Mirko L. Am 9. Januar gegen 7.30 Uhr sucht er das Bordell „Butterfly“ an der Maria-Probst-Straße auf und schreit: „Wo ist die Hure? Sag mir jetzt die ganze Wahrheit!“ Elena S. will flüchten. Mirko L. packt die zierliche Frau am Hals und Arm, zerrt sie aus dem Etablissement, schubst sie auf die Rückbank seines Golf und rast davon. Ziellos.

Am Frankfurter Ring, als Mirko L. wegen des Verkehrs langsam fährt, gelingt Elena S. die Flucht. Nur mit Top und Shorts rennt sie barfuß in der Kälte davon und schreit um Hilfe. Mirko L. setzt ihr nach. Passanten greifen ein, alarmieren die Polizei – Festnahme.

Das Geständnis erspart ihm ein hartes Urteil: 18 Monate Haft mit Bewährung.

 

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