Weiblicher Nahverkehr Neue Stationen der Pariser Metro werden nach Frauen benannt

Paris: Die französische Chansonsängerin Barbara ist in einem Fernsehstudio. Foto: Dsk/epa/dpa

Sie heißen Victor Hugo, George V. oder Alexandre Dumas - wenn Pariser Metro-Stationen nach Menschen benannt sind, dann meist nach Männern. Das soll sich allmählich ändern.

 

Paris - Viele Stationsnamen der Pariser Metro ehren berühmte Männer, Frauen sind dagegen bislang die absolute Ausnahme. Jetzt sollen zwei neue Haltepunkte nach berühmten Frauen benannt werden: nach der Chansonsängerin Barbara ("Göttingen") und der französischen Widerstandskämpferin Lucie Aubrac. Das teilte der regionale Nahverkehrsverbund am Mittwoch mit. Der auffällige Mangel an Frauennamen hatte bereits zu Diskussionen geführt. Bislang sind lediglich vier Stationen des Metronetzes nach Frauen benannt - von mehr als 300 Stationen insgesamt.

Neue weibliche Metro-Stationen sollen 2021 in Betrieb gehen

Erst im Mai wurde die Station Europe im Nordwesten von Paris in Europe-Simone Veil umbenannt - zu Ehren der ehemaligen Europaparlamentspräsidentin und Holocaust-Überlebenden. Zum Weltfrauentag 2017 hatte das Staatssekretariat für Gleichstellung eine alternative Metrokarte veröffentlicht, auf der 100 Stationen die Namen berühmter Frauen tragen.

Die zwei neuen Stationen Bagneux-Lucie Aubrac und Barbara sollen 2021 in den südlichen Vororten Bagneux und Montrouge in Betrieb gehen, an einer Verlängerung der bestehenden Linie 4. Die Namen wurden in einer Onlineumfrage mit fast 30.000 Teilnehmern ausgewählt.

 

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