Wegen Corona Zu viel zu Hause: Mehr häusliche Gewalt erwartet

Da viele Paare und Familien wegen der Corona-Krise viel zu Hause sind, rechnet ein Experte mit einem Anstieg häuslicher Gewalt. (Symbolbild) Foto: imago/photothek

Da aktuell viele Familien und Partner aufeinander hocken müssen, liegen die Nerven schnell blank. Das führt zu Problemen.

 

München - Polizisten, Familienrechtler und Psychologen befürchten, dass die Fälle häuslicher Gewalt nun stark zunehmen werden. Familien und Partner hocken aufeinander, da liegen die Nerven schnell blank. "In München hält es sich bis lang im Rahmen – noch", sagte Arno Helfrich, Leiter des Opferschutzkommissariats, am Dienstag der AZ.

"Die Erfahrungen aus China zeigen aber, dass wir mit einem Anstieg rechnen müssen. Dort sind die Fälle um das Dreifache angestiegen. "Der Polizist betont, wie wichtig Sport und Bewegung sind, um Aggressionen im Zaum zu halten. "Nutzen Sie die Möglichkeit, raus zu gehen", sagt Helfrich. "Sport muss man nun sowieso alleine machen, das ist eine gute Möglichkeit, sich auch mal aus dem Weg zu gehen." Als Familie darf man zudem auch gemeinsam ins Freie und spazieren gehen.

Im Fall der Fälle gibt es hier Rat und Hilfe: Beim Opferschutzkommissariat der Münchner Polizei gibt es ein kostenloses Beratungstelefon 089-2910 4444. Es ist auch in der Pandemie-Krise besetzt: Von Montag bis Donnerstag, 8–11 Uhr und 13–15 Uhr sowie am Freitag von 8–11 Uhr. Das bundesweite Hilfstelefon 0800011 6016 ist sogar rund um die Uhr besetzt. "Bei konkreten Straftatenrufen Sie bitte umgehend die110", betont Arno Helfrich.


Ein Großes Interview mit einem Münchner Polizisten über den Corona-Alltag bei der Polizei lesen Sie morgen in der gedruckten Ausgabe der Abendzeitung und auf az-muenchen.de.

 

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