Wechsel vom TSV 1860 zu Darmstadt So rechnet Stark mit den Löwen ab

Verließ die Löwen und kehrte zum SV Darmstadt 98 zurück: Yannick Stark. Foto: sampics/Augenklick

1860-Abgang Yannick Stark hat sich nach seinem Wechsel zum SV Darmstadt 98 über seine schwere Zeit bei den Löwen geäußert. "Hatte unglückliche anderthalb Jahre in München"

 

München - Yannick Stark kam vor der Saison 2013/14 mit der Empfehlung, vom "kicker" zum besten defensiven Mittelfeldspieler der 2. Liga gewählt worden zu sein. Der damalige Sportchef Florian Hinterberger hatte mit dem Neuzugang vom FSV Frankfurt, an dem auch einige Erstligisten interessiert waren, einen richtigen Transfercoup gelandet. Bei Sechzig habe die Perspektive gestimmt, hatte Stark damals zu seiner Entscheidung pro 1860 gesagt. Das änderte sich schnell: Voll eingeschlagen hat Stark bei den Löwen nicht.

Nach der Verpflichtung von Abräumer Anthony Annan ließ Hinterbergers Sportchef-Nachfolger Gerhard Poschner den schon seit längerem wechselwilligen Spieler schließlich ziehen. "Ich hatte jetzt unglückliche anderthalb Jahre in München. Und ich habe da auch nicht mehr die Perspektive gesehen", klagte Stark nun in einem Interview mit der Bild.

Der 24-Jährige kehrte an seinen Geburtsort Darmstadt zurück, wo er beim SV schon 2010-11 unter Vertrag stand. Stark dazu: "Ich glaube, dass das jetzt ein guter nächster Schritt für mich ist, wieder im gewohnten Umfeld, zurück in die Heimat. Ich glaube auch, dass hier etwas entsteht und entstehen kann. Und davon will ich ein Teil sein."

Mit den Löwen stand der Abräumer nur auf Rang 15 und mitten im Abstiegskampf, bei Darmstadt läuft's dagegen wie geschmiert: Der Aufsteiger überwinterte als Dritter und hat bei einer ähnlich erfolgreichen Rückrunde sogar Chancen auf den Durchmarsch in die Bundesliga. "Das ist eine Mannschaft auf dem Platz. Die kämpfen jeder für jeden. Es bringt sich jeder ein. Die Mannschaft kommt über den Kampf und die Kameradschaft", erklärt Stark das Erfolgsrezept seines alten und neuen Klubs. Werte, die ihm angesichts der deutlichen Worte bei den Löwen zuletzt wohl gefehlt haben.

Kurios: Für Stark und die Lilien geht's schon am 21. Spieltag, sprich im zweiten Liga-Spiel nach der Winterpause (15. Februar)  gegen die Ex-Kollegen. Das mögliche Heim-Debüt gegen Sechzig sei für ihn "schon ein besonderes Spiel. Die Kontakte sind ja noch ganz frisch." Dann könnte Stark auch sportlich mit den Löwen abrechnen und die Löwen noch tiefer in den Tabellenkeller schießen. Und die Lilien in Richtung erste Liga.

 

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