Wechsel in Liga vier 1860-Verteidiger Buck wird Bayer

1860-Verteidiger Stefan Buck Foto: Rauchensteiner/AK

Weil ihm die Löwen keinen neuen Vertrag bieten, wechselt er an die Säbener Straße – zur Bayern-Reserve.

 

MÜNCHEN - Während sich Mehmet Scholl in seinem Urlaub am indischen Ozean die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, wächst seine künftige Mannschaft weiter zusammen. Der frühere Bayern-Star übernimmt ab Sommer das Regionalligateam des Rekordmeisters - und nach Tobias Schweinsteiger, dem Bruder von Bayern-Star Bastian, hat sich Scholl nun einen zweiten erfahrenen Profi geangelt, der die Reserve zurück in die dritte Liga führen soll: Aus Giesing wechselt 1860-Profi Stefan Buck im Sommer ein paar Straßen hinüber nach Harlaching.

Bei den Sechzgern hatte es der 31-Jährige zuletzt nicht mehr leicht. Der Verein machte seinem einstigen Wunschspieler kein neues Angebot, von Trainer Reiner Maurer wurde er öffentlich schärfer kritisiert als alle anderen. Nun erwägt Maurer sogar, Buck gar nicht mehr für Sechzig aufzustellen. „Ob er noch mal zum Einsatz kommt, wird sich zeigen”, sagte Maurer, der Buck diese Saison mehrfach als Sündenbock für Pleiten hingestellt hatte.

Am 12. März bereits hatte die AZ über Bucks Abschied im Sommer berichtet, am Tag darauf verneinte der Verteidiger auf AZ-Anfrage den Wechsel zum FC Bayern noch. Jetzt aber bestätigen die Bayern den Deal. „Mehmet kam schon immer gut mit Stefan klar, er ist ja ein guter Typ. Stefan soll bei uns Innenverteidiger spielen und die junge Mannschaft als Führungsspieler leiten”, sagte Bayerns im Sommer aufhörender Jugendchef Werner Kern. „Ich denke, Stefan wird bei uns eine gute Rolle spielen.” Vor acht Jahren hatte der Schwabe bereits für die Bayern-Reserve gespielt.

Buck wollte sich zum Wechsel nicht äußern, doch wie die AZ erfuhr, soll ihn die Perspektive, nach seiner Laufbahn als Trainer bei den Bayern arbeiten zu können, letztlich überzeugt haben. Im damaligen Bericht über Bucks Abschied im Sommer erwähnte er auch seinen Unmut über die fehlende Wertschätzung im Verein. Dennoch betonte er: „Es ist kein Geheimnis, dass ich mich sehr wohl in München fühle.” Deswegen bleibt er auch in der Stadt.

 

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