Was ist "Snapchat"? Evan Spiegel erklärt verwirrten Eltern seine App

Die beiden "Snapchat"-Gründer Evan Spiegel (l.) and Bobby Murphy Foto: Evan Agostini/Invision/AP

Evan Spiegel hat ein Video veröffentlicht, in dem er Eltern seine App "Snapchat" erklärt und warum deren Kinder den ganzen Tag hunderte Fotos schießen.

 

München - Die kostenlose iOS- und Android-App "Snapchat" ist schon lange bei der Masse angekommen - zumindest bei den jungen Usern.

Deren Eltern haben aber anscheinend oft nicht die leiseste Ahnung, was ihre Kids dort treiben, und warum diese auf einmal hunderte Fotos am Tag schießen.

Zumindest wenn es nach "Snapchat"-Mitgründer Evan Spiegel (25) geht, der verwirrten Erziehungsberechtigten nun den Sinn seiner App erklärt - in einem verschwommenen Youtube-Video mit schlechter Auflösung. Vermutlich weil sich Spiegel dachte, dass die ach so weltfremden Älteren nicht mit einem Full-HD-Clip klar kämen...

Eigentlich ist das Grundprinzip von "Snapchat" ganz einfach: Foto knipsen, Kommentar hinzufügen und das Ganze an seine Kontaktliste versenden. Das ist ein sogenannter "Snap". Spiegel erklärt zunächst, dass sich das Prinzip von Fotografien in der heutigen Welt verändert habe. Während die Aufnahmen früher besonders zum Festhalten von wichtigen Lebensmomenten benutzt worden seien, so nutze man sie heute, um sich zu unterhalten. Das sei auch der Grund, warum Kinder und Jugendliche von tausenden Dingen Fotos machten, welche die älteren Generationen niemals knipsen würden.

"Instant Expression"

Dann verfällt Spiegel in einen kurzen pseudophilosophischen Absatz darüber, was die Identität eines Menschen im Zusammenhang mit Social Media ausmacht. Gerade weil es durch moderne Mobiltelefone möglich geworden sei, jedem sofort zu zeigen, wo man sich in eben jenem Moment aufhält und wie man sich fühlt - "Instant Expression", wie er es nennt. Nach einem kurzen Überblick über die App selbst, endet das Video nach rund vier Minuten.

Dass Social Media und auch "Snapchat" mittlerweile für viele Menschen extrem wichtig sind, das beweist die Politik, die heute selbst nicht mehr darauf verzichten kann, die entsprechenden Kanäle zum Wählerfang zu verwenden. Während Promis aus Film und Musik sowieso ständig überall zu finden sind, wirbt Hillary Clinton über Twitter für ihre offizielle Spotify-Playlist und andere US-Politiker wie Rand Paul und Jeb Bush treiben sich auf "Snapchat" herum.

 

 

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