Was ist erlaubt? Mit dem Schlauchboot auf die Isar: Tipps und Regeln für München

Schlauchboot-Fahrer auf der Isar in München. Foto: imago images / Karo

Wer mit dem Boot auf der Isar sicher unterwegs sein sein will, sollte ein paar Verhaltensregeln beachten. Was die Stadt München empfiehlt.

 

Schlauchboot auf der Isar: Was ist erlaubt?

Trotzdem gibt es laut der bestehenden Verordnung eine feste Regel: Das Bootfahren auf der Isar ist in München (von Süden kommend) nur nur bis zur Höhe der Thalkirchner Brücke erlaubt. 

Und auch ein paar Verhaltensregeln gibt es. Schon in den Vorjahren hat das Referat für Umwelt und Gesundheit (RGU) in München darauf hingewiesen. So auch heuer. Hier ein Überblick: 

Grundsätzlich gilt: Vorsicht beim Bootfahren

Auch bei strahlendem Sonnenschein und niedrigen Wasserständen ist besondere Vorsicht geboten. "Strudel, Wasserwalzen, Wehranlagen sowie große Steine und Wurzeln unter der Wasseroberfläche sind vom Boot aus nicht immer erkennbar. Nach der geltenden Bade- und Bootverordnung ist das Bootfahren grundsätzlich nur bis zu den Bootshäusern auf Höhe der Thalkirchner Brücke erlaubt", so das RGU. Die Wasserwacht musste bereits die ersten Paddler an der Marienklausenbrücke retten

Wer zu einer Tour mit dem Schlauchboot aufbricht, sollte sich vorher über gefährliche Stellen informieren und diese umgehen.

Welche Ausrüstung braucht man für eine Schlauchboot-Tour?

Die Isar ist und bleibt ein Wildfluss. "Einfache Badeboote und Schwimminseln ohne Paddel sind ungeeignet. Das RGU empfiehlt darüber hinaus, immer eine Schwimmweste zu tragen, dies gilt besonders für Kinder. Auch Helme sind ein sinnvoller Schutz." Auch gute Schwimmer können nach einem Tag in der Hitze entkräftet sein. Dann können auch niedrige Stellen in der Isar gefährlich werden.  

Besonders mit Blick auf wildere Stellen gehören auch Schuhe zur notwendigen Ausrüstung. Und ganz grundsätzlich natürlich: Sonnenschutz, Kopfbedeckung und genügend Wasser.

Isar-Hochwasser: Gefahr für Schlauchboot-Fahrer

Bei und nach Hochwasser - erkennbar an starker Strömung und trübem Wasser - sollte die Isar nicht mit Booten befahren werden, warnt das RGU. Geeignete Ausstiegsstellen könnten überflutet sein, angeschwemmtes Treibgut kann Boote beschädigen, das Paddeln erfordert wesentlich mehr Kraft.

Auch die Verletzungsgefahr beim Schwimmen steige, die Wasserqualität sinke. Über die aktuellen Wasserstände der Isar kann man sich beim Hochwassernachrichtendienst informieren.

Kein Alkohol

Natürlich sind von den neuen Regeln im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen auch die Münchner betroffen, die dort mit ihrem Schlauchboot aufs Wasser gehen. Die 0,5-Promille-Grenze gilt aber tatsächlich nur im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Eine Empfehlung hat das RGU unabhängig davon aber auch schon früher ausgesprochen: "Für den uneingeschränkten Naturgenuss und zur eigenen Sicherheit und der von anderen sollte beim Baden und Bootfahren auf Alkohol verzichtet werden.

An den Umweltschutz denken

Der Freizeitraum Isar ist gleichzeitig Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, so das RGU. "Von Schilfbeständen und Flachwasserzonen, in denen Tiere ihre Brutplätze haben, muss Abstand gehalten werden." Die Isar und ihr Ufer sollten sauber bleiben, so die Stadt. Besucher seien aufgefordert, ihren Müll wieder mitzunehmen beziehungsweise in den Abfallbehältern zu entsorgen -  "sei es die kaputte Bootsausrüstung, Grillutensilien, Verpackungen oder Bierflaschen".

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