Warnung vor Folgen München: Bayerischer Bauernverband protestiert gegen SEM

Noch liegen rund um Daglfing und Englschalking Wiesen und Felder, die Landwirten gehören. In zehn Jahren soll hier ein neuer Mega-Stadtteil entstehen, für bis zu 30.000 Bewohner. Foto: Oberfranz

Der Bayerische Bauernverband steigt in den Protest gegen die SEM ein – und warnt vor den Folgen.

 

München - Die Folgen der geplanten Stadtentwicklungsmaßnahme (SEM) im Nordosten der Stadt könnten weit über den Einzelfall hinausreichen. Davor hat der Bayerische Bauernverband im Vorfeld der Stadtratsentscheidung am morgigen Mittwoch gewarnt.

"Es geht um einen fairen, menschlichen Umgang miteinander, man kann ja über vieles reden", sagte Anton Kreitmair, der Vorsitzende des oberbayerischen Verbandes, am Montag im Gespräch mit der AZ. Eben das vermisse er aber bisher von Seiten der Stadt München. Dass Enteignungen drohen (wie es zumindest die SEM-Gegner glauben) sei "nicht demokratisch und absolut nicht mehr zeitgemäß", sagte Kreitmair.

Bayerischer Bauernverband fürchtet Folgen

Sein Verband fürchtet Folgen, weit über die Stadtgrenzen hinaus – und weit über die Gruppe der Landwirte hinaus. "Was heute in München geht, macht morgen Schule und trifft auch Erding oder Dachau", warnt Kreitmair.

Er glaubt, dass es als Nächstes auch kleine Hausbesitzer mit Enteignungen trifft, um große Neubaugebiete durchzudrücken. "Was uns fassungslos macht, ist, dass im Rathaus auch die bürgerlichen Parteien dieses System mittragen wollen", sagte er. "Das wird für die CSU irgendwann noch ganz unangenehme Folgen haben."

 

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