War es ein Straßenrennen? Garching: Ein Toter bei Horror-Crash an Kreuzung

Bei einem schweren Verkehrsunfall bei Garching ist in der Nacht zum Montag eine Person ums Leben gekommen. Foto: Thomas Gaulke

In der Nacht zum Sonntag ist ein 25-Jähriger bei einem Unfall nahe Garching ums Leben gekommen. Ein illegales Straßenrennen hat aber wohl nicht stattgefunden.

 

Garching - Die Wucht beim Aufprall muss gewaltig gewesen sein. Nahezu ungebremst krachte der schwarze Maserati am frühen Montagmorgen mitten auf der Kreuzung der Bundesstraße B 471 nahe Garching in die Beifahrerseite des BMW.

Der Beifahrer im 3er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Für den 25-Jährigen aus München kam jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Unfall mit Maserati und BMW

Am Steuer des Maserati saß laut Polizei ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Karlsruhe. Der Sportwagen (Wert rund 120.000 Euro) kam gegen 3 Uhr morgens von Hochbrück und fuhr in Richtung Ismaning. Mit im Fahrzeug saß ein 24-Jähriger aus Bochum.

Zur selben Zeit fuhr ein Münchner (24) mit seinem 3er BMW die Münchner Straße von Garching in Richtung München. Auf dem Beifahrersitz saß ein 25-jähriger Freund. Mitten auf der Kreuzung stießen beide Autos zusammen.

Beifahrer des BMW stirbt

Die Ampel war laut Polizei zum Unfallzeitpunkt in Betrieb. Der Maserati rammte die Beifahrerseite des BMW. Der 3er wurde durch die Wucht in eine angrenzende Wiese geschleudert. Helfer fanden den 25-jährigen Beifahrer im Gras.

Ein Notarztteam versuchte zu helfen, doch der Münchner starb, noch bevor er in eine Klinik gebracht werden konnte. Den schwer verletzten Fahrer flog ein Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Gutachten soll Unfallursache klären

Der Maserati wurde durch den Aufprall zunächst gegen den Randstein einer Verkehrsinsel geworfen und überschlug sich anschließend. Der Sportwagen blieb auf dem Dach liegen.

Der 18-Jährige blieb nahezu unverletzt. Sein Begleiter erlitt leichte Verletzungen. Ein Gutachten soll die Unfallursache klären. Alkohol oder Drogen spielten laut Polizei keine Rolle.

Polizei: Vermutlich kein illegales Rennen

Die Ermittlungen dauern noch an, die Polizei geht aber nicht von einem Rennen aus. Zwar werde das geprüft, die ersten Erkenntnisse der Spurensicherung deuteten aber nicht darauf hin.

Während der Unfallaufnahme musste die Unfallstelle für etwa fünfeinhalb Stunden großräumig gesperrt und der Verkehr abgeleitet werden. Es kam mit Beginn des einsetzenden Berufsverkehrs zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

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