Waldorfschule in Daglfing Protest gegen Autodreck: Schüler blockieren Parkplatz

Schüler der Rudolf-Steiner-Schule blockieren morgens den Schulparkplatz für Autos. Foto: S. Strauß

Seit Tagen reden Schüler der Waldorfschule in Daglfing Autofahrern - und ihren Eltern - ins Gewissen, verteilen Handzettel und plädieren für den Umstieg auf die S-Bahn.

München - "Keine Lust auf die S-Bahn? Aber wir haben Lust auf die Zukunft!" steht auf ihrem bunten Plakat. Bis zu 20 Schüler der Waldorfschule in Daglfing blockieren in Gelbwesten morgens den Weg zum Schulparkplatz. 

Schon zehn Tage haben sie Autofahrern ins Gewissen geredet. Dazu verteilen sie Handzettel an die Eltern, die mit großen Familienkutschen, wie VW-Bussen, aber auch per Porsche ihre Kinder vor der Schultüre abladen möchten.

Schülerin Emilia (12) kämpft so fürs Klima – denn ihre Rudolf-Steiner-Schule liegt direkt an der S-Bahn: "Die meisten könnten öffentlich kommen, sind aber oft zu faul dafür. Wir reden mit den Leuten, damit sie sich bewusstmachen, dass ihre CO2-Abgase unsere Welt kaputt machen", sagt die Siebtklässlerin.

Emilias Denkanstoß: "Wir müssen jetzt handeln"

Sie war bei einer "Friday for Future"-Demo am Marienplatz dabei. Aber das gilt als "Schwänzen". Also blockieren Siebt- bis Neuntklässler in ihrer Freizeit vor Schulbeginn die Abgasschleudern. Emilias Denkanstoß ist dringend. Das Mädchen ärgert sich: "Es ist fünf vor zwölf für unseren Planeten. Wir müssen jetzt handeln, nicht erst in Jahren. Wenn ich 30 Jahre in die Zukunft schaue, sehe ich wenig Grün, wenig Wasser und hungernde Menschen."

Erster Erfolg: Die Eltern-Taxis werden weniger. 

 

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