Vorwürfe, Anwalt, Trainings-Streik Wechsel doch geplatzt? "Es herrscht Krieg um Griezmann" - Chance für FC Bayern?

Will nicht mehr bei Atlético mittrainieren: Antoine Griezmann. Foto: firo/Augenklick

Der Wechsel-Ärger um Antoine Griezmann zwischen Atlético Madrid und dem FC Barcelona scheint zu eskalieren. Nachdem der abgebende Verein Barca und dem Franzosen unlautere Methoden vorgeworfen hat, soll nun der Spieler in Streik treten. 

 

Madrid - Die Causa Antoine Griezmann hat eine regelrechte Schlammschlacht zwischen Atlético Madrid und dem FC Barcelona ausgelöst. Die spanische Sportzeitung "Marca" schrieb am Samstag: "Es herrscht Krieg um Griezmann".

Der Erstligist Atlético Madrid hatte dem amtierenden Meister aus Katalonien zuvor in einer Mitteilung unlautere Methoden vorgeworfen. Zudem hatte der Verein den wechselwilligen Griezmann aufgefordert, am Sonntag zum Trainingsauftakt in Madrid zu erscheinen. Damit reagierte Atlético auf Aussagen von Bartomeu. Der hatte am Freitag vor Journalisten gesagt, dass sich Barcelona-Geschäftsführer Òscar Grau und er am Donnerstag mit Atléticos Geschäftsführer Miguel Ángel Gil Marín getroffen hätten, um erstmals über Griezmann zu sprechen.

Antoine Griezmann bestreikt Atlético-Training

Laut Atlético sollen der Franzose und die Katlanen aber bereits im März eine Einigung über einen Wechsel erzielt haben, die Verhandlungen sollen schon seit Februar gelaufen sein. Da spielte Madrid noch in der Champions League und kämpfte in der spanischen Meisterschaft mit Barcelona um den Meistertitel. "Atlético Madrid will seine tiefste Empörung über das Verhalten der beiden Parteien ausdrücken, insbesondere über das von Barcelona", hieß es.

Wie mehrere spanische Zeitungen berichten, soll der 28-jährige Stürmerstar sich jedoch weigern ins Training seines Noch-Klubs zu gehen. Sein Anwalt soll laut "As" ausgerichtet haben, dass dies eine zu hohe emotionale Belastung für ihn darstellen würde. 

FC Barcelona will bei Griezmann nicht aufgeben

Der FC Barcelona will im Transfer-Poker aber offenbar noch nicht nachgeben und einen letzten Versuch für die Verpflichtung des 28-Jährigen starten. Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu wolle bereits "in den nächsten Stunden" Kontakt zur Führung von Atlético Madrid aufnehmen, um doch noch eine Einigung zu erzielen, berichtete die "Marca".

In dem noch bis 2023 laufenden Vertrag zwischen Atlético und Griezmann war eine Ablöse von 200 Millionen Euro festgeschrieben, die am 1. Juli auf 120 Millionen Euro gefallen war. Atlético will aus Ärger über das Verhalten nun der von Barcelona angestrebten Ratenzahlung für Griezmann nicht zustimmen.

Dem Blatt zufolge spielt Barcelona-Verteidiger Nélson Semedo bei den Verhandlungen eine entscheidende Rolle: Atlético möchte den Portugiesen unbedingt verpflichten, Barcelona will ihn aber bislang unter keinen Umständen hergeben. "Einer der Faktoren, die die Verhandlungen deblockieren könnten, ist Semedo", schrieb "Marca".

Geht Griezmann doch zu einem anderen Klub?

Sollte der Streit der beiden spanischen Top-Klubs sich nicht beilegen lassen, scheint es nicht unwahrscheinlich, dass Antoine Griezmann sich einen anderen Arbeitgeber suchen muss. Spotan würde einem da der FC Bayern einfallen. Die Münchner haben, gelinde gesagt, außer Lucas Hernández noch nicht den ganz großen Star-Transfer an Land gezogen, Sportchef Hasan Salihamidzic droht unter Druck zu geraten. Im Umfeld des Rekordmeisters soll daher bereits Unruhe herrschen

Der FC Bayern wurde seit Ende 2017 immer mal wieder als Interessent an Antoine Griezmann gehandelt. Über einzelne Gerüchte ging dies jedoch nie hinaus, vor allem, weil Ablöse und Gehaltsvorstellungen des Franzosen das Gefüge der Münchner gesprengt hätten. Kommen hier Bayerns Transferstau und der spanische Wechselzoff aus Münchner Sicht zeitlich günstig zueinander?

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