Vorschlag des KVR angenommen Brienner Straße wird zur unechten Einbahnstraße

, aktualisiert am 24.07.2018 - 15:14 Uhr
Die Brienner Straße soll zwischen Odeons- und Amiraplatz Einbahnstraße für Autos werden - mit Radl-Streifen für beide Richtungen. Foto: Daniel von Loeper

UPDATE: Der Kreisverwaltungsausschuss hat den Vorschlag von Thomas Böhle am Dienstag genehmigt. Die Brienner Straße bekommt Fahrradschutzstreifen und wird so attraktiver für den Radverkehr.

Dazu wird die Brienner Straße zwischen Odeonsplatz und Amiraplatz zur unechten Einbahnstraße Richtung Westen. Die unechte Einbahnregelung und der Wegfall von Kurzzeit-Parkbuchten an der Nordseite schaffen Platz für Fahrradschutzstreifen zu beiden Seiten der Brienner Straße. Auf der Fahrbahn bleibt ausreichend Platz für den Kraftfahrzeugverkehr. Radfahrerinnen und Radfahrer können auf den Schutzstreifen an den Kraftfahrzeugen vorbeifahren, sind zugleich sichtbar und fahren nicht mehr auf dem Gehweg. Die ansässigen Geschäfte verfügen weiterhin über eine Liefermöglichkeit am Fahrbahnrand.


KVR-Chef Böhle will die Verkehrsführung in der Brienner Straße grundlegend ändern. Doch es gibt noch Widerstand.

Maxvorstadt - Teure Läden, Gastronomie mit Freischankflächen - und jede Menge Autoverkehr: Auf der Brienner Straße zwischen Odeons- und Maximiliansplatz hat die Stadt 12.000 Fahrzeuge am Tag gezählt. Nebenbei ist die Brienner auch noch eine Radl-Hauptroute, auf der morgens und nachmittags rund 1.900 Radler unterwegs sind. Entsprechend eng geht es auf der Fahrbahn zu - vor allem für die Radfahrer, die nicht selten auf die Gehwege ausweichen, und dort den Passanten in die Quere kommen.

Ideen, mit einer Einbahnregelung ab Odeonsplatz in Richtung Westen den Verkehr zu beruhigen und den Radlern mehr Platz zu gehen, gibt es schon lange. Am Dienstag legt Münchens Ordnungschef Thomas Böhle (der das Thema schon im Januar verhandeln wollte, aber die CSU sah noch "Gesprächsbedarf") sein Konzept vor.

Das soll so aussehen, dass die Brienner Straße zwischen Odeonsplatz und Amiraplatz eine "unechte Einbahnstraße" für Kfz (außer MVG- und Sightseeing-Bussen) wird, Radler aber in beiden Richtungen auf eigenen Streifen fahren dürfen. Das Problem nur: Dafür müssten 17 Parkplätze wegfallen. Auf die allerdings will die Rathaus-CSU nach wie vor nicht verzichten. Weshalb die Fraktion es noch offenlässt, ob sie dem Vorschlag zustimmen wird.

 

45 Kommentare

Kommentieren

  1. null