DFB-Pokal Bremer Brisanz in Frankfurt - Eiserne in Leverkusen

Schon vor dem Spiel von Werder Bremen bei Eintracht Frankfurt herrscht eine angespannte Atmosphäre. Foto: Silas Stein/dpa/dpa

Zwei Mannschaften werden jubeln, für die beiden anderen ist der DFB-Pokal in dieser Saison dann Geschichte. Bayern und Amateur-Club Saarbrücken warten im Halbfinale. Bayer Leverkusen, Union Berlin, Eintracht Frankfurt und Werder Bremen sind nun dran.

 

Berlin - Wer zieht nach Titelverteidiger FC Bayern und Sensations-Halbfinalist 1. FC Saarbrücken noch in die Runde der besten vier Mannschaften im DFB-Pokal ein?

In Leverkusen empfängt heute Bayer 04 den 1. FC Union Berlin (18.30 Uhr/Sport1 und Sky). Danach stehen sich Eintracht Frankfurt und der SV Werder Bremen gegenüber (20.45 Uhr/ARD und Sky).

BAYER GEGEN UNION

Seit 27 Jahren wartet Leverkusen auf den nächsten Gewinn des DFB-Pokals. Ins Halbfinale schafften es die Rheinländer zuletzt vor zwei Jahren, verloren aber mit 2:6 gegen den FC Bayern. "Ich bewerte den Pokal als sehr wichtigen Wettbewerb", sagte Bayer-Trainer Peter Bosz, der auch nach der Heimpartie gegen den Berliner Bundesliga-Neuling weiter in drei Wettbewerben vertreten sein will. Leverkusen scheint die Belastung durch Liga, Pokal und mittlerweile Europa League wenig auszumachen. Das Team ist seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen. Mit dem DFB-Pokalspiel startet Bayer in die dritte von fünf englischen Wochen in Serie.

Gegner Union verlor in der Meisterschaft beide Partien gegen Bayer, machte es der Werkself aber dabei teilweise auch recht schwer. Die Köpenicker stießen im Pokal so weit vor wie lange nicht mehr. 2001 hatte Union im Finale gegen den FC Schalke 04 verloren, danach reichte es noch zweimal fürs Achtelfinale (2001/2002 und 2013/2014). "Es bedarf einer besonderen Leistung, wenn wir hier weiterkommen wollen", meinte Trainer Urs Fischer.

EINTRACHT GEGEN WERDER

Es herrscht eine angespannte Atmosphäre, noch bevor die Partie in Frankfurt angepfiffen wird. Bremen fühlt sich benachteiligt. Der Grund: die umstrittene Absage des Meisterschaftsduelle der beiden Teams am Sonntag in Bremen. "Wir wollen es allen zeigen, das ist klar", kündigte Werder-Trainer Florian Kohfeldt an: "Die Hauptmotivation ziehen wir aus dieser nachteiligen Entscheidung." Der Konter von Eintracht-Coach Adi Hütter ließ nicht lange auf sich warten. Er wünsche sich, dass man in Bremen "empathischer denken" würde. "Wir haben 28 Europacup-Spiele mehr als Werder", sagte Hütter.

Die Partie in der Liga war durch die DFL verschoben worden, nachdem die Frankfurter in der Europa League ihr Rückspiel gegen Red Bull Salzburg wegen einer Orkanwarnung erst am Freitag hatten austragen können. Die Bremer fühlen sich durch die Spielverlegung klar benachteiligt, weil sie nun im Abstiegskampf einem größeren Rückstand auf die Konkurrenz hinterherlaufen. Ein Sieg im Pokal käme da als moralische Aufbauhilfe gerade recht.

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