Vorgespielter Einbruch Falsche Polizeibeamte halten Rentnerin stundenlang hin

Mehrere Stunden hielten die Betrüger telefonischen Kontakt mit der Rentnerin und erhielten schließlich die Beute. Foto: dpa

Mehrere Trickbetrüger, die sich fälschlicherweise als Polizist und Staatsanwalt ausgaben, führten eine Rentnerin für mehrere Stunden per Telefon an der Nase herum und erbeuteten schließlich mehrere wertvolle Goldmünzen.

 

Schwabing - Ein ausgeklügeltes Spielchen dachten sich mehrere Trickbetrüger aus, um einer 68-jährigen Frau mehrere wertvolle Goldmünzen abzuknöpfen. Einer der Betrüger rief die Rentnerin am Mittwochabend gegen 20 Uhr – als die Frau unterwegs war – auf ihrem Handy an und gab sich als Polizeibeamter des Präsidiums München aus. Auf ihrem Display erschien die Nummer 089 110.

Der Anrufer leitete das Gespräch an einen zweiten Polizeibeamten weiter, der der Frau mitteilte, dass in der Nähe ihres Wohnhauses eingebrochen wurde. Sie solle deshalb sofort nach Hause kommen. Die Rentnerin traf gegen 21:30 Uhr bei sich zu Hause ein, wo der Telefonkontakt fortgeführt wurde.

"Verdeckter Fahnder" holt die Münzen ab

Danach sprach sie mit einem vermeintlichen Staatsanwalt, der ihr berichtete, dass bereits zwei Täter festgenommen wurden, die einen Zettel mit der Adresse der Rentnerin bei sich hatten. Die beiden fiktiven Einbrecher wüssten, dass die Frau Wertgegenstände in ihrer Wohnung verwahrte.

Die Frau bestätigte dem (falschen) Staatsanwalt am Telefon, dass sie mehrere Krügerrandgoldmünzen besitzt. Die Trickbetrüger forderten das Opfer deshalb auf, die Goldmünzen der Polizei zur sicheren Verwahrung zu übergeben. Ein angeblicher "verdeckter Fahnder" holte die Wertgegenstände bei ihr zu Hause ab.

Auch nach der Aktion hielten die Betrüger Telefonkontakt zur 69-Jährigen. Erst am nächsten Tag ergab sich bei einer Rücksprache mit dem Polizeipräsidium, dass sie betrogen wurde.


Täterbeschreibung des Abholers: Der Mann wird auf etwa 30 Jahre geschätzt, ist ca. 1,65 Meter groß und hat ein auffällig rundes Gesicht mit hoher, breiter Stirn. Er trug eine schwarze Lederjacke und eine schwarze Hose.

Zeugen, die im Bereich der Herzogstraße/Hiltenspergerstraße (Schwabing) verdächtige Personen oder Aktionen beobachtet haben, die mit dem Vorfall zu tun haben könnten, sollen sich bei der Polizei München, 089/29110, melden.

 

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