Vorfall am U-Bahnhof Theresienstraße "Suche Frau für Sex": Münchnerin (32) belästigt und geschlagen

Der Vorfall ereignete sich am U-Bahnhof Theresienstraße. Foto: Wikimedia/Florian Schütz (CC BY-SA 3.0)

Eine Gruppe junger Männer hat am U-Bahnhof Theresienstraße zwei Fahrgäste attackiert. Eine 32-Jährige wurde zudem sexuell belästigt. Der Haupttäter wurde dann auch noch der Polizei gegenüber handgreiflich.

 

Maxvorstadt - Eine 32-jährige Krankenschwester ist am frühen Dienstagmorgen am U-Bahnhof Theresienstraße von zwei Männern sexuell belästigt und körperlich angegangen worden. Zuvor war ein zweiter Fahrgast attackiert worden.

Wie die Polize berichtet, war ein 20-Jähriger zusammen mit zwei Begleitern gegen 6:10 Uhr an der Theresienstraße aus der U-Bahn gestiegen. Am Bahnsteig trat der Mann völlig unvermittelt mit dem Fuß in Richtung Oberkörper eines Fahrgastes. Dieser wurde leicht getroffen, ging aber weiter.

Krankenschwester belästigt

Der 20-jährige Afghane wollte dem Mann hinterher, wurde aber von einem seiner Begleiter zurückgehalten. Daraufhin betätigte der junge Mann den Nothalt an der Rolltreppe, ging zu einer Notrufsäule und drückte den Notknopf. Mit den Worten "Suche Frau für Sex" gab er dem sich meldenden Mitarbeiter der U-Bahnleitstelle zu verstehen, dass er eine Frau für sexuelle Handlungen suche.

Kurz darauf kam die 32-Jährige von ihrer Nachtschicht und fuhr mit der Rolltreppe nach unten. Sie ging an dem 20-Jährigen und seinen Begleitern vorbei und setzte sich ein paar Meter entfernt auf eine Bank. Der namentlich bislang nicht bekannte erste Begleiter des 20-Jährigen setzte sich nun links neben sie und gab ihr zu verstehen, dass er eine Frau brauche. Dabei berührte er die Krankenschwester am Oberschenkel.

Begleiter verhindert Schlimmeres

Als die 32-Jährige aufstand und drohte, die Polizei zu rufen, kam der 20-jährige Afghane auf sie zu und trat ihr mit dem rechten Fuß ins Gesicht. Der zweite Begleiter des 20-Jährigen nahm die Krankenschwester daraufhin zur Seite und verhinderte so, dass der 20-Jährige weiter auf die Frau einschlagen konnte. Als die Krankenschwester schließlich ihr Handy aus der Tasche nahm, flüchtete die Gruppe.

Zwar wurden alle drei Personen wenig später durch die U-Bahnwache gestellt. Den beiden Begleitern des 20-Jährigen gelang aber die Flucht. Lediglich der 20-Jährige konnte schließlich der Polizei übergeben werden. Dabei verhielt sich der abgelehnte Asylbewerber äußert aggressiv, beleidigte und bespuckte die Beamten. Bei ihm wurde ein Atemalkoholwert von etwa 1,7 Promille gemessen.

Polizei sucht erstes Opfer

Gegen ihn erging Haftbefehl. Die Krankenschwester wurde durch die Attacke glücklicherweise nur leicht verletzt. Die Polizei sucht nun vor allem nach dem bislang noch unbekannten ersten Geschädigten des 20-Jährigen. Von dem gesamten Vorfall gibt es Bilder der Überwachungskamera, diese werden ausgewertet.


Beschreibung des unbekannten Geschädigten:
Männlich, ca. 25 bis 35 Jahre alt, ca. 180-185 cm groß, südländischer Typ, kräftige, athletische Statur, kurzgeschorene Haare/Glatze; bekleidet mit einer dunklen, knielangen Arbeitshose mit Seitentaschen , graue Kapuzenjacke, dunkle Arbeitsschuhe; führte einen dunklen Rucksack über der Schulter mit.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall machen können, insbesondere der unbekannte Mann, der von dem 20-Jährigen an der U-Bahnstation „Theresienstraße“ getreten wurde und anschließend mit der Rolltreppe nach oben fuhr, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Lesen Sie hier: Wegen illegalem Straßenrennen? Fünf Verletzte bei Unfall in Sendling

  • Bewertung
    172